Der 41-jährige Thomas Völkel ist neuer Filialdirektor der Commerzbank in Bad Hersfeld

Schwieriger Weg, richtiges Ziel

Will Vertrauen zurückerobern: Commerzbank-Filialdirektor Thomas Völkel. Foto: kai

Bad Hersfeld. In der Breitenstraße wachsen zwei Welten zusammen: Finanzwelten, um genau zu sein. Da wollte Thomas Völkel dabei sein. „Es war mein Wunsch, diesen kulturellen Austausch mitzuerleben“, sagt der 41-Jährige, der seit Kurzem neuer Filialdirektor der Commerzbank ist. Er ist Nachfolger von Christian Schindler, der zur Commerzbank nach Bad Homburg gewechselt ist.

In der Bad Hersfelder Filiale arbeiten die ehemaligen Mitarbeiter der Dresdener Bank und die Commerzbanker seit der Fusion beider Geldinstitute Seite an Seite. Nach den Finanzmarktturbulenzen musste die Bank staatliche Hilfen in Anspruch nehmen. „Wir haben damals viel Vertrauen verspielt, und es ist schwer, dies zurückzugewinnen,“ sagt Völkel selbstkritisch. „Die Fusion war ein schwieriger Weg, aber er führt in die richtige Richtung“, ist Völkel überzeugt.

Sein Ziel ist es, die Commerzbank auch in Bad Hersfeld und der Region „wieder stärker in die Köpfe“ potenzieller Kunden zu bekommen. Immerhin betreut die Bank mit ihren 15 Mitarbeitern etwa 7000 Kunden im ganzen Kreis Hersfeld-Rotenburg. Sie ist damit die Nummer Drei nach Sparkasse und VR-Bank.

„Wir reden jetzt bei der Commerzbank mehr über unsere Aktivitäten und weniger über die reinen Zahlen – dieser Druck ist weg“, beschreibt Völkel den Wandel der Geschäftsphilosophie der Commerzbank, für die er selbst seit 13 Jahren arbeitet.

Der gebürtige Harzer aus Goslar war zuvor Filialleiter in Eschwege. Sein Handwerk hat er vor seinem Studium bei den Kollegen der Sparkasse gelernt. Der Diplom-Kaufmann ist mit einer Schulleiterin verheiratet, die beiden haben zwei Kinder. Völkel lebt mit seiner Familie in Göttingen und pendelt so oft es geht nach Hause. Dafür wird in den kommenden Wochen aber wenig Zeit bleiben, denn er will sich bei Handel und Handwerk im Kreis vorstellen. (kai)

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