Orchester der MSO und der GSO verabschiedete sich mit einem Konzert in die Ferien

Schwieriger Fünfvierteltakt

Begeisternd: Die Musiker und Musikerinnen des MSO- und GSO-Orchesters spielten für die Zuhörer alles von Klassik bis Rock. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Von Klassik bis Rock war alles dabei: Die 15 Musiker und Musikerinnen des MSO- und GSO-Orchesters ließen bei ihrem Konzert in der Aula der Schule keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie an unterschiedlichen Musikrichtungen interessiert sind und Spaß daran haben, diese dem Publikum zu präsentieren.

Ansprechend

Ein ansprechendes Konzertprogramm brachte die intensive Probenarbeit eines Jahres zum Ausdruck. Der Conferencier an diesem Abend war das Orchestermitglied Maria Braun. Von ihr erfuhr das Publikum in charmanter Form einiges über die Entstehung und den Werdegang der dargebotenen Stücke. Selbst an schwierige Werke hatte man sich herangewagt, zum Beispiel an den nicht leichten Fünfviertel-Takt vom Filmthema „Mission Impossible“. Gerade dieses Lied sei während der Probenfreizeit in Fulda zum Lieblingsstück aller geworden, was die Arbeit leichter gemacht hätte, verriet Braun.

Zum Programm gehörten das Hauptlied aus dem am Broadway am häufigsten gespielten Musical, „Phantom of the opera“, ebenso wie Schostakowitschs „Second Waltz“, Eric Claptons „Tears in heaven“ und der Klassiker „Hit the road Jack“. Den ersten Satz aus Beethovens Mondscheinsonate spielte Theresa Bender auf dem Klavier vor.

Moderation und Bass

Solisten beim Stück „I will follow him“ waren Kajetan Kunert auf der Oboe und Ramona Schott auf der Flöte. Maria Braun moderierte nicht nur, sie spielte auch den Bass und fiel noch einmal besonders durch ihren Gesang zum Lied „Geboren, um zu leben“ auf. Begleitet wurde sie dabei von Tatjana Beyer, der Orchesterleiterin, der am Ende mit Blumen für ihre unermüdliche, hilfsbereite Arbeit gedankt wurde. Maria habe mit der Triangel im Orchester angefangen, weil sie noch kein Instrument spielen konnte, erzählte Beyer, um aufzuzeigen, „dass man bei uns bestens aufgehoben ist und einiges lernen kann“. Auch Julius Reinhard sei ein gutes Beispiel dafür. Er spiele im Orchester alles, was gebraucht würde, Cello, Geige, Bratsche und jetzt Posaune. Auf dieser war sein Solo in „Highlights from Harry Potter“ zu bewundern.

„Ein offenes Ende“ kündigte Maria Braun mit dem offiziell letzten Stück „Crocodile Rock“ an. Sie war sich sicher, dass noch Zugaben folgen würden- und sie behielt Recht. Im September wird dieses Konzert wiederholt „für alle übrigen Fans, die dieses Ereignis auch erleben möchten“. Mit diesem Hinweis verabschiedete sich das Orchester in die Sommerpause.

Von Vera Hettenhausen

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