Ende des WHO-Alarms: Noch 2200 Impfdosen übrig

Schweinegrippe verlief glimpflich

Hersfeld-Rotenburg. Nach Beendigung des „Schweinegrippen-Alarms“ durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfügt der Kreis Hersfeld-Rotenburg noch über 2200 Impfdosen im Wert von je acht Euro. Die Kosten dafür in Höhe von insgesamt über 17 000 Euro trägt nicht der Kreis, sondern das Land Hessen. Das teilte gestern Amtsarzt Dr. Dieter Gobrecht auf Anfrage mit.

Durch den Fachdienst Gesundheit seien 2408 Personen geimpft worden; 216 Impfungen entfielen auf die Betriebsärzte der Krankenhäuser, die Hausärzte immunisierten 103 Personen gegen den H1N1-Virus. Insgesamt wurden im Kreis 170 Verdachtsfälle und 213 Erkrankungsfälle gemeldet. In unserem Landkreis gab es keine Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe, die in ganz Hessen 20 Opfer forderte.

„Die Gesundheitsämter haben die Gefährlichkeit des Virus schon früh als nicht so dramatisch eingeschätzt“, erklärt Dr. Gobrecht. Obwohl sich dies bewahrheitet hat, habe die Politik im Sinne einer „verantwortungsvollen Prävention“ gar nicht anders handeln können, als Impfstoff zu ordern meint Dr. Gobrecht. Gleichwohl gebe es Hinweise darauf, dass die WHO bei der Warnung vor einer Pandemie von der Pharmalobby beeinflusst worden sei.

„Im Nachhinein ist man immer klüger“, sagt Dr. Gobrecht. Ein positives Fazit sei aber, dass man gemeinsam eine solche Impfaktion organisatorisch bewältigen könne. (kai)

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