Zoll griff Prostituierte ohne Bleiberecht auf

Schwarzarbeit im Rotlichtmilieu

Bad Hersfeld. Bei einer zielgerichteten Kontrolle in einem Freudenhaus an der Friedloser Straße in Bad Hersfeld haben Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit zwei Südamerkanerinnen aufgegriffen, die in dem Haus einer illegalen Beschäftigung nachgegangen waren. Das bestätigte der Sprecher des Hauptzollamtes Gießen auf Anfrage unserer Zeitung.

Bei der Kontrolle stellten die beiden Zollbeamten, die in Zivil aufgetreten waren, fest, dass die beiden Frauen im Alter von 24 und 27 Jahren weder eine Arbeits- noch eine Aufenthaltserlaubnis vorweisen konnten.

Die Zollbeamten verhängten ein Bußgeld in unbekannter Höhe gegen die Schwarzarbeiterinnen. Dazu wurden sie der Ausländerbehörde zur Ausweisung überstellt. Diese Amtshandlung konnte sich die Kreisverwaltung sparen. Die beiden Damen verpflichteten sich selbst zur Ausreise, wie Michael Adam, der Sprecher des Landratsamtes, berichtet. Die Frauen hatten südamerikanische Pässe und Unterlagen, die sie als in Spanien wohnhaft auswiesen. Insgesamt hatte der Zoll fünf Frauen kontrolliert, die in dem Haus zur Ausübung ihren Gewerbes Zimmer gemietet hatten.

Bei den übrigen drei Damen hatten die Beamten keine Beanstandungen zu machen. Sie verfügten über eine Arbeitserlaubnis. Auslöser der Aktion war ein anonymer Hinweis gewesen. (kh)

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