Suche nach einer Lösung für Mittagsverpflegung/Treffen der Schulleiter

Schulen dürfen wählen

Wie geht es weiter an sechs Schulen im Landkreis? Unser Foto zeigt Schüler der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg an der Essensausgabe. Foto: Schankweiler-Ziermann

Hersfeld-Rotenburg. Das Thema Schulessen bleibt weiter im Gespräch: Nach der Ankündigung des Herz- und Kreislaufzentrums, sechs Schulen, die bisher mit einem biologischen und zu 50 Prozent auch regionalen Essen versorgt werden, nur noch bis zum Jahresende zu beliefern, trafen sich die Schulleiter im Landratsamt, um mit Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Erster Kreisbeigeordneter Elke Künholz die Sachlage zu besprechen. Das erklärte auf Anfrage Kreispressesprecher Michael Adam.

Berichtet wurde, dass der Kreis die vom HKZ gewünschte Ausfallbürgschaft nicht übernehmen könne. Die Gesamtzahl der Essen in den sechs Schulen schwankt zwischen 1200 und 1500, hat sich aber in jüngster Zeit eher bei dem höheren Wert eingependelt. In diesem Fall wäre keine Ausfallbürgschaft angefallen.

Adam erklärte, man habe mit den Schulleitern besprochen, wie weiter zu verfahren sei. Der Kreis mache den Schulen keine Vorgaben, von welchem Caterer sie das Essen künftig beziehen. Kontakte zu anderern Anbietern laufen teilweise. Auch mit dem HKZ könnten die Schulen weiter zusammenarbeiten. Michael Adam wies darauf hin, dass die Schulen auch über eigene Budgets verfügten, die mit für das Essen eingesetzt werden könnten. Das HKZ war Partner des Landkreises in einem Modellprojekt für ein gesundes, biologisches und regionales Schulessen. Nach einer kurzen Phase des kostenlosen Mittagessens an den Schulen im Landkreis bis Ende 2009 war die Zahl der Essen Anfang 2010 dramatisch gesunken, sodass die Finanzierung in diesem Jahr wegen stark schwankender Zahlen schwierig wurde.

Überlegungen, zum HKZ zu wechseln, gibt es an der Linggschule in Bad Hersfeld. Schulleiterin Renate Andres sagte auf Anfrage, dass täglich zwischen 60 und 100 Kinder in der Schule zu Mittag essen. Zurzeit liefert das DRK Essen der Firma Appetito.

Man sei mit dem Service des DRK zwar sehr zufrieden, doch Menge und Zusammenstellung des Essens passten oft nicht. Angekündigt sei zudem eine Preiserhöhung von 2,80 auf 2,95 Euro.

„Ein frisches Essen wäre besser“, sagte Andres, auch eine biologische und regionale Kost „wäre uns wichtig“. Allerdings könne die Schule die Organisation der Essensabrechnung nicht leisten, dies müsste der Anbieter übernehmen. (ank) BERICHTE UNTEN

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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