Kolibri-Schule in Asbach wird in diesem Jahr 60 Jahre alt – große Feier am Samstag

Schule mit Standortgarantie

Die farbenfrohe Gestaltung des Flures, ganz stark an den Künstler Friedensreich Hundertwasser angelehnt, ist der Blickfang im Treppenhaus und in den Fluren des 1. Stockwerkes. Das Kunstwerk gefällt Schulleiterin Marga Zange ganz besonders gut. Foto:  Schmidl

Asbach. Es ist eine Grundschule wie aus dem Bilderbuch. In der heimeligen Atmosphäre der Kolibri-Schule in Asbach fühlen sich Schulleiterin Marga Zange, ihre Kolleginnen und vor allem die Erst- bis Viertklässler sehr wohl. Am 29. Oktober 1950 wurde das neu gebaute Schulhaus eingeweiht und bietet nunmehr seit sechzig Jahren genügend Raum zum Lernen.

85 Kinder aus Asbach, Beiershausen, Kohlhausen und der Eichhofsiedlung werden derzeit in fünf Klassen unterrichtet. Die geburtenstarke zweite Jahresgangsstufe wurde in die Klassen a und b aufgeteilt.

Klassenlehrerin der Klasse 2a ist Marga Zange, die seit Oktober 2008 offiziell auch als Schulleiterin die Fäden in der Hand hält. „Es ist eine ganz spezifische Haltung nötig, die man einer so kleinen Schule gegenüber hat“, erklärt sie die Notwendigkeit, sich voll und ganz auf das gesamte Team verlassen zu können.

Da die Schülerzahlen seit Jahren kontinuierlich rückläufig sind, wurde mit einem neuen Schulanfangskonzept einer absehbaren Schließung rechtzeitig und wirksam entgegen gewirkt. Die Kolibri-Schule in Asbach ist dadurch eine Schule mit Standortgarantie. Bereits im vergangenen Jahr wurden zum Schuljahresanfang alle schulpflichtigen Kinder ab sechs Jahre ohne Zurückstellung oder Vorklassenempfehlung eingeschult.

Durch die individuelle Verweildauer von einem bis drei Jahren in den Klassen eins und zwei besteht die Möglichkeit, dass schneller lernende Kinder nach einem Jahr und langsam lernende Kinder nach drei Jahren in den dritten Jahrgang wechseln. Die individuelle Entwicklung der Kinder wird unterstützt und gefördert, was ein weiteres wichtiges pädagogisches Kriterium für das Konzept ist.

Nach den großen Ferien wird erstmals jahrgangsübergreifender Unterricht angeboten. Alle Schülerinnen und Schüler profitieren schon jetzt von den Lese-, Theater-, Kreativ-, und Mathe-Knobel-Arbeitsgemeinschaften. In Kooperation mit der Musikschule des Kreises ist, allerdings kostenpflichtig, eine besondere musische Förderung möglich. Der heimische Sportverein ist mit zusätzlichen Sportstunden in die körperliche Ertüchtigung eingebunden. Auch als junge Reporter beweisen sich die Schülerinnen und Schüler beim Projekt Zeitung in der Grundschule ZISCH). Fast ein Drittel der Schüler nimmt die Mittagsbetreuung im Schulhaus in Anspruch, die Marga Zange schätzen gelernt hat.

Obwohl ein hoher Renovierungsbedarf angemeldet ist, soll die in die Jahre gekommene Schule in diesem Jahr zu ihrem runden Geburtstag im Rahmen des großen Sommerfestes am kommenden Samstag erstmals gewürdigt werden.

Damit ihre Schule noch schöner wird, befassen sich die Kinder in der laufenden Projektwoche mit großen Künstlern und fertigen eigene Kunstwerke an. Bei Vorbereitung und Organisation des Sommerfestes können Schulleiterin und Lehrkräfte auf die tatkräftige Unterstützung der Eltern bauen.

Von Gudrun Schmidl

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