Kirchen und Kultusministerium senden Lehrerin im Wohnmobil zum Lollsfest

Schule rollt zum Rummel

Lehrerin Heidrun Börner mit ihren Schützlingen im rollenden Klassenzimmer. Das Projekt Schule für Kinder beruflich Reisender war für einen Tag in Bad Hersfeld zu Gast. Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Für einen Tag fielen am Donnerstag auf dem Lullusfest in Bad Hersfeld die Ferien aus. Das Kultusministerium und die Kirchen in Hessen führten den Schaustellern die neue Schule für Kinder beruflich Reisender vor.

Bei diesem Gemeinschaftsprojekt werden die Lehrer an Bord von Wohnmobilen zu den Kindern von Zirkusartisten, Karussellbetreibern oder Losbudeninhabern entsandt.

Fünf Fahrzeuge

Mit einem der fünf Wohnmobile, die mittlerweile in Hessen im Einsatz sind, fuhr Projektleiterin Christiane Desbuleux am Linggplatz vor.

Mit ihr gekommen war Lehrerin Heidrun Börner, die zusammen mit ihrer Kollegin Tatjana Meißner die Schaustellerkinder im Großraum Kassel-Eschwege-Bad Hersfeld unterrichtet.

Neu am Prinzip der rollenden Schaustellerschule ist, dass der Lehrer samt Klassenzimmer zu den Kindern kommt und diese nicht ständig neue Lehrer haben. Bislang wurden die Schaustellerkinder nur von Bereichslehrern unterrichtet. Das neue Projekt will den Schülerinnen und Schülern diesen häufigen Wechsel ersparen. Pädagogisch ist der Betrieb der Schule Am Geisberg in Wiesbaden angegliedert.

Beispielsweise unterrichtet Heidrun Börner vier der sechs Kinder der Zirkusfamilie Weber, die in Alsfeld ihre Wohnwagen stehen hat.

Der Stop in Bad Hersfeld diente dazu, Schausteller mit Klein- oder Kindergartenkindern über das neue Angebot zu informieren. In den Schaustellerfamilien auf dem Bad Hersfelder Lullusfest gibt es momentan nur drei oder vier schulpflichtige Kinder. Und die haben weiter Herbstferien.

www.schule-fuer-reisende-kinder.de

Von Kurt Hornickel

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