Kraftfahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Schuldig an fatalem Ausweichmanöver

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Bad Hersfeld. Wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung verurteilte der Strafrichter am Bad Hersfelder Amtsgericht einen 50 Jahre alten Berufskraftfahrer aus dem Raum Gotha zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen je 40 Euro.

Unser Bericht zum Unfall vom 30.07.2010:

Beifahrerin stirbt auf Klebaer Brücke

Richter Dominik Dute hielt es für erwiesen, dass der Angeklagte am Morgen des 30. Juli 2010 auf der Autobahn am Kirchheimer Dreieck beim Fahrstreifenwechsel ein mit drei Frauen aus Hamburg besetztes Auto übersehen und dadurch ein fatales Ausweichmanöver provoziert hatte.

Beim mehrfachen Überschlag des Landrovers wurde die 48-jährige Beifahrerin getötet, die beiden anderen Insassen schwer verletzt. Letztere leiden noch heute unter den psychischen Folgen des Unfalls.

Beide Frauen hatten den Sprinter-Kleinlaster als „weiße Wand“ rechts neben ihrem Pkw auftauchen und unmittelbar vor diesem einscheren sehen. Der Angeklagte hatte sein Fahrverhalten nicht bedrohlich eingestuft und den Unfall dann im Rückspiegel wahrgenommen. Um Hilfe zu leisten, hielt er an.

Die Wahrheitsfindung erwies sich knapp zwei Jahre nach dem tragischen Unfall als problematisch. Es fehlte sowohl an neutralen Unfallzeugen wie an technischen Beweisen, denn eine Kollision beider Fahrzeuge hatte nicht stattgefunden. (ks) Nächste Seite

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