Weiter Gerüchte um Zerschlagung / Ministerium wiegelt ab

Im Schulamt Bebra wächst die Empörung

Bebra. Mit Empörung reagieren die Mitarbeiter des Staatlichen Schulamtes auf die anhaltenden Gerüchte, dass ihr Amt aus Kostengründen zerschlagen werden könnte. „Wir leisten gute Arbeit, der Laden läuft, und wir werden immer wieder gelobt“, sagt Personalratsvorsitzende Brigitte Hildmann. Die Gerüchte verunsicherten die Kollegen, die nun das Gefühl hätten, ihre gute Arbeit werde nicht gewürdigt.

Grund für die Unruhe in Bebra ist ein Evaluierungsprojekt des Kultusministeriums, das im Auftrag des Landesrechnungshofes Einsparpotentiale in allen Verwaltungsorganen prüft. Jüngstes „Opfer“ war in unserem Landkreis das Arbeitsgericht, das nun aus Kostengründen nach Fulda verlegt werden soll. „Das Kultusministerium hat eine Kommission zur Aufgabenverteilung im nachgeordneten Bereich eingerichtet“, bestätigt Ministeriumssprecher Nicolas Wolz auf Anfrage.

Die Kommission solle die zukünftigen Aufgaben der nachgeordneten Behörden definieren. „In diesem Zusammenhang soll dann auch die Frage geklärt werden, ob und wo es Einsparpotenziale in der Verwaltung gibt, möglicherweise auch durch weniger Standorte der Staatlichen Schulämter“, erklärt Wolz. Noch seien aber keine Entscheidungen getroffen. In Bebra befürchtet man, dass die Zuständigkeit des Schulamts für Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg zwischen Fulda und Kassel aufgeteilt werden könnte. Bürgermeister Horst Groß (CDU), hat deshalb schon einen geharnischten Brief an seine Parteifreundin Kultusministerin Dorothea Henzler geschrieben. Auch andere Politiker der Region wurden aktiv.

„Man löst die Probleme im ländlichen Raum nicht durch administrative Vorgaben sondern durch Flexibilität“, kritisiert auch der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke. Es gehe der Ministerin offenbar nicht um Qualität, sondern um Quantität. Die SPD will nun mit einem Berichtsantrag Antworten von der Ministerin erzwingen. HinterGrund,

Zum Tage

Von Kai A. Struthoff

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