Großeinsatz für Rettungskräfte aus Hersfeld und Ludwigsau

Schüler aus Darmstadt mit Kanus auf der Fulda gekentert

Ludwigsau. Mit dem Schrecken und durchnässter Kleidung sind 15 Schüler aus Darmstadt zwischen zwölf und 13 Jahren sowie ihre Lehrerin davongekommen, die gestern Vormittag bei einem Kanu-Ausflug auf der Fulda im Bereich Ludwigsau-Friedlos gekentert waren.

Die mit Schwimmwesten ausgestatteten Darmstädter sollen von Bad Hersfeld aus in zwei Gruppen mit sechs Kanus zu einer Anlegestelle in Mecklar unterwegs gewesen sein, als sich ersten Ermittlungen zufolge gegen 10.30 Uhr wegen eines im Wasser liegenden Baumes einige Boote verhakten und eins schließlich umkippte. Die anderen Kanus fuhren zunächst weiter, kenterten dann zum Teil aber ebenfalls.

Zwei klatschnasse Mädchen wurden von einem Lkw-Fahrer entdeckt, der auf einem Parkplatz an der B 27 pausierte und die Polizei alarmierte.

Da über die anderen Kanus und Ausflügler zu diesem Zeitpunkt nichts weiter bekannt war, rückten Polizei, Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst vorsichtshalber mit einem Großaufgebot aus, auch per Hubschrauber wurde nach den Jugendlichen und ihrer Begleitung gesucht.

Um kurz nach 11 Uhr wurden weitere Schüler im Bereich der Fuldabrücke in Friedlos entdeckt. Nach und nach wurden schließlich alle gerettet und mit wärmenden Decken und Jacken versorgt. Gegen 12.30 Uhr war die Suche erfolgreich beendet. Drei Schülerinnen kamen wegen Unterkühlung vorsorglich ins Klinikum Bad Hersfeld, wurden aber wenig später wieder entlassen.

Die Fulda hat an einigen Stellen eine recht starke Strömung und führte nach den Regenfällen der vergangenen Tage viel Wasser. Mit der richtigen Einweisung und der richtigen Ausrüstung stelle der Fluss aber eigentlich auch für Ungeübte keine besondere Gefahr dar, sagt Klaus-Peter Sauerwein, stellvertretender Vorsitzender der Kanu-Wanderer Hersfeld 1986. Rettungswesten seien aber auf jeden Fall ein Muss. (nm)

Kommentare