Die Vorstellungen der „Kleinen Festspiele“ waren zu 95 Prozent ausverkauft

Schüler spielten wie Profis

Der Auftritt des Improvisationstheaters „ImproKS“ aus Kassel gehörte zum Programm der „Kleinen Festspiele“ der Stadtjugendpflege, die längst einen Stammplatz im Kulturkalender der Kreisstadt Bad Hersfeld haben. Foto: Hettenhausen

bad hersfeld. Die „Kleinen Festspiele“ der Stadtjugendpflege sind längst nicht mehr „nur“ das Vorprogramm der Festspiele in der Stiftsruine. Sie haben sich seit ihrer Premiere im Jahr 2003 einen Stammplatz im kulturellen Jahresprogramm der Kreisstadt Bad Hersfeld erobert.

Den Erfolg der Kinder- und Jugendtheaterwoche sicherten auch in diesem Jahr wieder das ansprechende Programmangebot und die positive Resonanz. Edgar Steube, der pädagogische Leiter der Stadtjugendpflege, freute sich am Ende der Woche: „Wir sind zu 95 Prozent ausverkauft.“ Von einer solchen Bilanz träumen die „großen“ Festspiele.

Spannender, lustiger und unterschiedlicher konnten die Aufführungen nicht sein. Die bunte Mischung von Kinder- und Schultheater sowie Auftritten professioneller Akteure deckte ein breites Spektrum der Zuschauerinteressen ab und ließ vor allem „das junge Theaterherz höher schlagen“, behauptete Steube.

Theater so zu machen, dass Kinder Spaß daran haben und auch selbst mitmachen wollen, das sei die Intention der „Kleinen Festspiele“, sagte Steube.

Mit chorischem Sprechgesang und klaren Bildern präsentierte die Theater-AG der Grundschule Bebra die Geschichte von dem Jungen „Juviro“, der eine Feder des Feuervogels findet, an deren besonderer Zauberkraft noch andere interessiert sind.

Revolver, Schneewittchen

Ein Schreibtisch, ein Revolver, ein Überfall, viele Missverständnisse und Verwechslungen kommen im Stück „Schuss um Mitternacht“ vor, das die Schüler und Schülerinnen der Brüder-Grimm-Schule in Bebra überzeugend und viel Spielfreude vorführten. Premiere hatten auch die Stücke der Theatergruppen der Stadtjugendpflege. „Wir HALT“ spielte „Die Theater-AG“ und „Die Trillmichs 2“. „Die durchgebrannten Pürierstäbe“ zeigten „Schneewittchen reloaded“. Mit seinem starken Spiel demonstrierte der Theater-Nachwuchs, was er auf der Bühne leisten kann.

Die Theaterfreunde kamen beim Figurentheater „Laku Paka“ und seinem musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“, beim Improvisationstheater der Gruppe „ImproKS“ und beim Jugendstück „Wilder Panther, Keks“, das zum Abschluss der Woche das Kölner D.a.S. Theater präsentierte, voll auf ihre Kosten.

Von Vera Hettenhausen

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