Doppeljahrgänge in Bad Hersfeld und Rotenburg

555 Schüler im Kreis sind ab Freitag im Abitur-Stress

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Hersfeld-Rotenburg. Am Freitag wird es ernst für für 555 Schülerinnen und Schüler an den Schulen mit Oberstufe im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Die schriftlichen Abiturprüfungen beginnen.

Eine Rekordzahl an Abiturienten verzeichnet die Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld: Hier treten 291 junge Leute zur Prüfung an - der zweite und letzte Doppeljahrgang aus G 8- und G 9-Schülern. „Wir müssen dazu viele Lehrkräfte als Aufsichten einsetzen“, sagt Schulleiter Karsten Backhaus.

Die ganz große Herausforderung für die Schule kommt jedoch erst mit den mündlichen Prüfungen im Mai und Juni. Binnen 14 Tagen müssen die Lehrkräfte rund 650 mündliche Prüfungen, Präsentationsprüfungen und Nachprüfungen abnehmen. Der Schulleiter spricht in dem Zusammenhang von einer „spannenden Zeit“.

An der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule wird erst- und einmalig ein Doppeljahrgang zu den Prüfungen antreten. 130 Schüler starten hier, berichtet Schulleiterin Sabine Rimbach. Auch sie rechnet vor allem bei den mündlichen Prüfungen mit stärkerem Stress. Eventuell muss aus Termingründen auch samstags geprüft werden.

An der Werratalschule in Heringen wollen 48 Schüler in diesem Jahr das Abitur ablegen, am Beruflichen Gymnasium in Bebra 86. Auch hier gibt es eine erhebliche Steigerung der Zahl: Im vergangenen Jahr haben 60 Schüler in der Biberstadt das Abitur abgelegt.

Schüler aus dem Kreis treten auch in Nachbarkreisen zur Prüfung an: An der Adam-von-Trott-Schule in Sontra wollen 57 junge Leute Abitur machen. Im Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Gerstungen, das etwa zur Hälfte von Jugendlichen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg besucht wird, werden etwa 70 Schüler Abitur machen, berichtete Oberstufenleiterin Heidrun Weyh. In Thüringen beginnen die Prüfungen erst im Mai.

Von Silke Schäfer-Marg

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