Schüler der Gesamtschule Obersberg zeigten eine tolle Musical-Aufführung

Ernteten viel Applaus: Die Mitglieder der Musical-AG der Gesamtschule Obersberg führten das Musical „Lampenfieber“ auf. Foto: Marth

Von Kristina Marth Bad Hersfeld. „Wir haben Lampenfieber, einen Kloß in der Kehle, feuchte Hände, weiche Knie…": Sollten sich die Schüler der Gesamtschule Obersberg am Dienstagabend wie in dieser Liedzeile beschrieben gefühlt haben, haben sie es wirklich gut zu verbergen gewusst.

In der Aula der Schule führten sie das Musical „Lampenfieber“ auf, das anlässlich des Schuljubiläums völlig umgeschrieben wurde. Nicht nur der große Applaus am Ende zeigte: Für eine Schulaufführung hatte dieses ein erstaunlich hohes Niveau. „Eine Wiederaufnahme ja, aber eine Wiederholung keineswegs“ - mit diesen Worten kündigte Schulleiterin Kerstin Schmidt die Aufführung der rund 50-köpfigen Schülergruppe an, die sich aus Musical-AG, Chorklasse 7 und einem Instrumentalensemble mit Musikern des Schulorchesters zusammensetzte. Überarbeitet und mit neuen Texten ausgestattet wurde das Stück in diesem Jahr wiederaufgeführt. Die Leitung oblag erneut den Lehrerinnen Anne Rill und Tatjana Beyer, die wie im Vorjahr auf die Unterstützung ihrer Kollegen Peter Bikoni und Barbara Kilian bauen konnten.

Musical "Lampenfieber" an der Gesamtschule Obersberg

Der Inhalt der Neuauflage wurde dem Jubiläum angepasst, denn genau wie in der Realität drehte sich auch im Musical alles um das 40-jährige Bestehen der GSO. Auch im Stück ist eine musikalische Aufführung geplant und die Schüler sind aufgefordert, sich zu melden und mitzumachen. Nach anfänglicher Zurückhaltung („Ich hab’ doch keine Lust auf ‘ne Blamage vor der ganzen Schule!“) und einigen Diskussionen darüber, ob sich als „großer“ Achtklässler überhaupt etwas mit den „kleinen“ Fünftklässlern anstellen ließe, findet sich irgendwann doch eine Schülergruppe zusammen.

Leben ohne I-Phone

Über den Inhalt der Aufführung wird dann gemeinsam beraten: Der vor 40 Jahren erfolgreiche Michael Jackson? Zwar bekommt der solo getanzte Moonwalk vom Publikum Szenenapplaus, der King of Pop überzeugt die Schüler aber nicht. Auch die Gründung der Firma Apple vor exakt 40 Jahren, die den entsetzten Achtklässlern bewusst werden lässt, dass zuvor ein Leben ohne I-Phone möglich war, taugt nicht für das Stück im Stück. Eine Popband ist es schließlich, auf die die Wahl fällt: Abba - die Gruppe, die sich 1976 auf dem Höhepunkt ihrer internationalen Karriere befand. Ein Medley von Abba-Liedern mit eigenen Texten, bei dem aus „Money, money, money“ zum Beispiel „Lernen, lernen, lernen“ oder aus „Waterloo“ schlicht „GSO“ wird, bildet schließlich den Höhepunkt des Abends.

Mit einer Mischung aus sehr viel Hingabe, einer ordentlichen Portion Talent sowie Dialogen, denen es an Witz nicht fehlte, sorgten die Schüler mit ihrer Kombination aus Schauspiel, Rap und Gesang für unterhaltsame und kurzweilige 90 Minuten. Nicht nur von ihrer Schulleiterin ernteten sie dafür echte Begeisterung und jede Menge Lob. Das gesamte Publikum hielt es am Ende nicht mehr auf den Sitzen - und es belohnte sie mit kaum enden wollendem Applaus.

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