Scharfe Kritik an designiertem Vitalis-Geschäftsführer

Schülbe hält Saal für völlig inakzeptabel

Bad Hersfeld. Mit „absolutem Unverständnis“ reagiert die Fraktionsgemeinschaft auf die Pläne, Hans-Wilhelm Saal zum Geschäftsführer der Vitalisklinik zu berufen. „Bei allem Respekt: Herr Saal bringt für diese wichtige und schwierige Position im schwer umkämpften Klinikbereich keine entsprechende Qualifikation mit“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der Fraktionsgemeinschaft Hans-Jürgen Schülbe, der auch Mitglied im Aufsichtsrat des Klinikums ist.

Sachfremde Gründe

Es müsse „andere, sachfremde Gründe“ gegeben haben, dass Saal diesen Posten bekommen soll., spekuliert die Fraktionsgemeinschaft in einer Pressemeldung. „Dies hat einen üblen Beigeschmack“, kritisiert auch Werner Kubetzko, stellvertretender Vorsitzender Fraktionsgemeinschaft.

Der ehemalige CDU-Stadtverordnete und parteilose Bürgermeisterkandidat Saal hatte sich nach seinem Scheitern im ersten Wahlgang öffentlich für Gunter Müller von der SPD als Bürgermeister ausgesprochen. Die sei für viele politische Beobachter eine Überraschung gewesen, erkläre aber die jetzige Wendung, „die stark nach besonderer Form der Danksagung riecht“ meint Kubetzko.

Die Fraktionsgemeinschaft betont zudem die Verantwortung des neuen Bürgermeisters Thomas Fehling für die Vitalisklinik als Teil der städtischen Wirtschaftsbetriebe.

„Klinik-Lehrling“

Da sich die Vitalisklinik weiterhin trotz millionenschwerer Steuermittel und Investitionen sowie einem Betriebsführungsvertrag mit dem Klinikum in schwerem Fahrwasser befinde, ist es für die Fraktionsgemeinschaft „ein Unding, dass die Verantwortlichen einen „Klinik-Lehrling“ einstellen und an die Spitze setzen“.

Die Fraktionsgemeinschaft vermutet sogar, das intern bereits die Schließung der Klinik vorbereitet werden und nun jemand gesucht werde, dem man dies später anlasten könne. (kai)

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