Kein Inhouse-Geschäft mit dem MZV Rotenburg

AZV schreibt die Biomüll-Abfuhr aus

Hersfeld-Rotenburg. Bei der Abfuhr des Biomülls wird es keine Zusammenarbeit der beiden Müllverbände im Landkreis geben. Der für das gesamte Kreisgebiet zuständige Abfallwirtschafts-Zweckverband Hersfeld-Rotenburg (AZV) hat ein Angebot des Müllabhol-Zweckverbands Rotenburg (MZV) abgelehnt, wonach der MZV für den AZV die Biomülltonne geleert hätte.

Beiden Verbänden liegen Gutachten vor, dass solch ein Inhouse-Geschäft des AZV mit seinem Mitglied MZV ohne Ausschreibung rechtlich möglich wäre, ohne Klagen von der privatwirtschaftlichen Konkurrenz zu riskieren. Der AZV-Vorstand sieht jedoch die Gefahr, dass die notwendige Gründung einer neuen Gesellschaft zu lange dauert, um zum Januar 2015 die Biomüllabfuhr anzubieten, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, erklärt die AZV-Vorsitzende und Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz.

Ronshausens Bürgermeister Markus Becker, der die Verhandlung für den MZV geführt hat, sieht das Risiko ebenfalls, das allein beim AZV liegt (der MZV bietet in seinem Gebiet bereits eine flächendeckende Biomüllabfuhr). „Wir sind aber überzeugt, dass wir das noch hinkriegen können“, sagt Becker.

Der AZV lässt nun eine europaweite Ausschreibung vorbereiten. Künholz hat zugesagt, dass sie so formuliert wird, dass der MZV mitbieten kann. (mcj)

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