Michael Walther Harth aus Bad Hersfeld veröffentlichte seinen ersten Gedichtband

Zum Schreiben berufen

Lesen im herbstlichen Schildepark: Der Bad Hersfelder Jungautor Michael Walther Harth präsentiert seinen Lyrikband „Rettende Kunst“, den er 2013 veröffentlicht hat. Die Gedichte handeln vom Leben. Foto: Rössing

Bad Hersfeld. „Die Gedichte haben mir geholfen, nach vorn zu blicken.“ So beschreibt der Bad Hersfelder Michael Walther Harth die vergangenen drei Jahre. Er veröffentlichte bereits im Juni 2013 sein erstes Buch: Den Gedichtband „Rettende Kunst“. Es handelt sich nach eigenen Angaben um sehr persönliche Texte, die Gedichte beschreiben sein Leben. Sie handeln vom Leben in Einklang mit der Natur und von der Suche nach Sinn.

„Ich habe das Buch in den schwierigen Phasen meines Lebens geschrieben. Dann habe ich erkannt: Das kann ich, das ist mein Talent. So habe ich wieder Licht am Ende des Tunnels gesehen“, erklärt Harth. Inspiriert zum Schreiben wurde er durch einen Film: „Ich habe einfach angefangen zu schreiben“ – und damit nicht mehr aufgehört. Zunächst verschenkte er Gedichte an Familie und Freunde, etwa zu Geburtstagen.

Positive Resonanz

Nach etwa zwei Jahren hatte er eine Mappe voll von lyrischen Texten. In einer Buchhandlung fand er einen Flyer, über den Nachwuchsautoren gesucht wurden. So sendete er auf gut Glück eine Auswahl seiner Gedichte mit einem Lebenslauf an drei Verlage. „Einer hat mir abgesagt, da mein Buch nicht ins Konzept passe. Aber von zwei Verlagen bekam ich sofort Zusagen.“ Der 35-Jährige stellte selbst ein Manuskript aus 20 Gedichten zusammen und veröffentlichte schließlich sein Buch vergangenes Jahr im August-von Goethe-Literaturverlag in Frankfurt am Main. „Rettende Kunst“ beschreibt der Autor so: „Im Buch geht es um Licht und Schatten, ebenso wie im Leben.“ Als Kind war Michael Harth selbst kein großer Leser. Die Musik war seine Kunst. „Ich liebe die deutsche Sprache. Ein Wort oder ein Satz hat für jeden Leser eine individuelle Bedeutung“ – ebenso wie in der Musik.

Beruflich Fuß fassen

Mit dem Schreiben möchte Harth beruflich Fuß fassen. Er hat bereits seinen zweiten Gedichtband fertig und einen dritten in Arbeit. „Aber erst einmal möchte ich "Rettende Kunst" bekannter machen“, erklärt der Autor. Eine Lesung im Bad Hersfelder Buchcafé hat er bereits kurz nach der Veröffentlichung abgehalten. Für die etwas fernere Zukunft kann er sich auch vorstellen, einen Roman zu schreiben. Zunächst will er jedoch den Gedichten treu bleiben. Das Schreiben ist und bleibt ein wichtiger Teil in seinem Leben: „Ich kann mich endlich ausdrücken und bin bei mir angekommen.“

Das Taschenbuch „Rettende Kunst“ umfasst 20 Gedichte auf 56 Seiten. Das Buch kostet 9,80 Euro und ist bei jedem Online-Buchhändler bestellbar oder in Buchhandlungen anzufordern.

Von Sarah Rössing

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