Konrad-Duden-Schüler besuchen Vernichtungslager Auschwitz in Polen

Der schrecklichste Ort

Einen der schrecklichsten Orte der Welt, das Konzentrationslager Auschwitz, besuchten Schülerinnen und Schüler der Konrad-Duden-Schule. Foto: nh

Bad Hersfeld. 38 Schüler und Schülerinnen der Konrad-Duden Schule sind in Begleitung ihrer Lehrer Angela Kessler, Stefan Metzler, Karolina Richter und Karen Eidam nach Auschwitz gefahren.

Nach einer langen Busfahrt und einer Übernachtung stand die Besichtigung des Stammlagers Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau auf dem Programm. Vorbei an dem Eingangstor mit der zynischen Aufschrift „Arbeit macht frei“ ging es zu den einzelnen Blocks mit einem Audioguide und einer Führung durch das Lager, wobei die Schüler und Schülerinnen einen Einblick in die damaligen Geschehnisse erhielten. In dem ehemaligen Vernichtungslager werden heute Geschirr, Schuhe, Arbeitskleidung, Koffer und persönliche Wertgegenstände der dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallenen Menschen ausgestellt.

Die Schüler besichtigten außerdem eine Gaskammer, in der die Verfolgten ermordet, und anschließend ein Krematorium, in dem die Leichen verbrannt wurden. Den Schülern und Schülerinnen fiel der Umgang mit ihren Gefühlen nicht leicht, da sie einen der schrecklichsten Orte der Welt besuchten.

Beim Besuch von Auschwitz-Birkenau wurde den Besuchern das ungeheure Ausmaß des Lagers bewusst. Eine riesige, kaum überschaubare Fläche tat sich den Schülern auf. In zwei ehemaligen Holzbaracken wurden die ehemaligen Latrinen und Schlafplätze der Häftlinge gezeigt.

An der Todesrampe kamen die Häftlinge nach stunden- oder tagelanger Fahrt im Vernichtungslager an. Hier fand die Selektion statt: Zeigte der Finger des wachhabenden SS-Bediensteten nach rechts hieß das „Vergasung in der Gaskammer“, nach links bedeutete „ab in das Arbeitslager“, wo die Menschen bei jeder Witterung, bei schlechter hygienischer Ausstattung und mangelhafter Ernährung oftmals bis zum Tod schuften mussten.

Am Ende der Besichtigung entzündeten die Schüler zum Gedenken an die zahlreichen Opfer Kerzen in der Nähe der Todesrampe. Hierbei gedachten sie 32 ehemaliger Klosterschüler aus Bad Hersfeld, die während des Holocaust ermordet wurden. Für zehn von ihnen wurde Auschwitz zum Grab.

Von Regina Eckert, R 10.2

Kommentare