Verein „VR-Herz und Hand“ hat in vier Jahren über 160 Projekte in der Region gefördert

Vom Schrank bis zum Auto

Ronald Englich, Maik Schuchardt, Manfred Brehm und Christine Heß (v.l.) von „VR-Herz und Hand“ mit so genannten Krippenwagen, wie sie in einigen Kitas verteilt werden. Darin können bei Ausflügen bis zu sechs Kinder angeschnallt sitzen, was deren „Betreuung“ an der frischen Luft erleichtert. Foto: Maaz

Hersfeld-Rotenburg. Gesellschaftliches Engagement sei schon dem Gründer der genossenschaftlichen Raiffeisenbanken, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, ein Anliegen gewesen. Diesen Gedanken wollten die Gründer von „VR-Herz und Hand e.V.“ fortführen, als sie 2008 den gemeinnützigen Verein gründeten. Eine Bilanz der ersten vier Jahre zogen jetzt der erste Vorsitzende Manfred Brehm, seine Stellvertreter Ronald Englich und Maik Schuchardt sowie Kassiererin Christine Heß, die „Herz und Hand“ keinesfalls als „Marketinggag“ der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg verstanden wissen möchten.

Der Verein, der schwerpunktmäßig Kinder und Jugendliche in der Region unterstützen möchte, nutze natürlich die Infrastruktur der Bank und wird von dieser in hohem Maße finanziell unterstützt, die eigentliche Arbeit erledigten die Vorstandsmitglieder aber in ihrer Freizeit. „Und man bekommt so viel an Dankbarkeit zurück“, sind sie sich einig.

201 838 Euro „ausgegeben“

Über 160 Projekte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Sontra und Oberaula wurden bislang gefördert, davon 72 größere Maßnahmen. „Eine erschreckend hohe Anzahl“, so Ronald Englich, immerhin mache die Zahl der förderfähigen Projekte deutlich, dass es in der Region durchaus Not gebe. Insgesamt wurden dafür 201 838 Euro „ausgegeben“. Ziele des Vereins sind die ideelle und finanzielle Förderung und Pflege der medizinischen Versorgung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen, deren Bildung, Erziehung und persönlicher Entwicklung sowie die Gewährung von Hilfen für unverschuldet in Not geratene oder auch als Opfer von Straftaten geschädigte Menschen.

Die Maßnahmen der vergangenen vier Jahre sind demnach ganz unterschiedlicher Art: 2008 unterstützte der Verein beispielsweise drei Waisenkinder und schaffte ein Auto für eine Familie mit einem kranken Kind im Rollstuhl an. Seit 2009 werden in Kooperation mit den Tafeln Weihnachtswünsche erfüllt, eine Familie erhielt Unterstützung als deren Wohnung ausbrannte. Dazu kommen verschiedene Schul- und Gesundheitsprojekte.

Derzeit hat der Verein 1 666 Mitglieder, im Gründungsjahr 2008 waren es 465. 2012 soll die Mitgliederzahl auf 2 000 ansteigen. Etwa 70 000 bis 80 000 Euro stehen Herz und Hand momentan im Jahr zur Verfügung. Den Großteil gibt die VR-Bank (60 000 Euro), der Rest summiert sich durch den Mitgliedsbeitrag von drei Euro pro Jahr sowie Einzelspenden zum Beispiel von lokalen Firmen.

Wer „Herz und Hand“ um Unterstützung bitten möchte, kann seine Anfrage schriftlich einreichen oder sie bei einer Vorstandssitzung vorstellen. In akuten Fällen werde aber auch ganz „schnell und unbürokratisch“ geholfen, versichert der Vorstand. Wichtig ist es, möglichst konkret zu formulieren, wie der Verein helfen kann, zudem muss die Hilfe im Sinne der Satzung möglich sein.

www.vr-herz-und-hand.de

Von Nadine Maaz

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