Gesellschaft der Freunde des Stiftsruine lädt zu „Kulissengeflüster“ ins Buchcafé ein

So schön peinlich mit Rainer Hauer

Rainer Hauer Foto: nh

Bad Hersfeld. Die „Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine“ als Gründungsverein der Bad Hersfelder Festspiele feiert in diesem Jahr ihr 65-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass plant sie etliche kulturelle Veranstaltungen, zum Beispiel ein Festkonzert am 5. November und eine Ausstellung zum Thema „Stiftsruine und Festspiele“ während der Festspielzeit.

Den Auftakt bildet am Donnerstag, 24. März, ein „Kulissengeflüster“ mit dem Burgschauspieler und Hersfeldpreisträger Rainer Hauer unter dem Titel „Das ist ja so schön peinlich!“. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buchcafé. Der Eintritt beträgt 15 Euro, Karten sind erhältlich bei Juwelier Laufer (Linggplatz) und in der Geschäftsstelle der „Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine“, Telefon 06621/72662.

Hauer wird unterhaltsam und humorvoll von seinen persönlichen Begegnungen mit Rainer Werner Fassbinder, Peter Zadek, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek und Giorgo Strehler sowie besonders von seinem Mitwirken bei den Bad Hersfelder Festspielen erzählen. Bereits 1962 spielte Rainer Hauer in „Antigone“. Von 1999 bis 2002 war er in Bad Hersfeld in zahlreiche Rollen zu sehen, under anderem in Peter Lotschaks Inszenierung „Der Bürger als Edelmann“, für den er 2000 den Hersfeldpreis bekam. Er spielte den Teufel in Lotschaks „Jedermann“-Inszenierung und die Hauptrolle in „Galileo Galilei“ in der Inszenierung von Kurt-Josef Schildknecht.

Hauer wurde in Graz geboren, studierte Germanistik, Sprachwissenschaften und Philosophie und promovierte zum Dr. phil. Nach dem Besuch der Schauspielschule war er als Schauspieler und Regisseur in zahlreichen Städten des deutschsprachigen Raums tätig. Von 1975 bis 1990 war er Intendant des Grazer Schauspielhauses.

Hauers besonderes Interesse gilt der Sprechtechnik. Als außerordentlicher Professor lehrte er unter anderem in Bochum und Graz. (red/nm)

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