Netzbetreiber mr.net services bestückt Leerrohre mit Glasfaser

Schnelles Internet ab Herbst in Heringen

Heringen. Die Stadt Heringen ist in Sachen Breitbandausbau auf Glasfaserbasis Vorreiter in Nordhessen. Bereits ab Herbst soll es für die Menschen in der Stadt möglich sein, rasend schnell im Internet zu surfen: Mit bis zu 50 M/bit pro Sekunde im Download und zehn M/bit pro Sekunde im Upload.

2,5 Millionen Euro investierte die Stadt in die dafür notwendigen und zum größten Teil bereits verlegten fast 35 Kilometer Leerrohr. Lediglich im Stadtteil Kleinensee müssen noch etwa 4,5 Kilometer Hülle für das Glasfaserkabel vergraben werden. Im Haushalt 2014, der noch nicht beschlossen ist, sind dafür 300 000 Euro vorgesehen.

Fünf Jahre hat sich die Umsetzung des gesamten Prozesses bisher hingezogen. „Ich hätte nie gedacht, dass wir solange brauchen. Dafür ist jetzt alles in trockenen Tüchern“, merkte Hermann-Josef Hohmann, der Projektbetreuer der Stadt, an.

Mittlerweile ist auch die europaweite Ausschreibung abgewickelt und ein Betreiber des künftigen Netzes mit der mr.net services GmbH & Co KG aus Flensburg gefunden.

Das Füllen der Leerrohre mit Glasfaserkabel durch das Flensburger Unternehmen hat bereits begonnen. Zu den Kosten für das Projekt mochte Christoph Bechtel von mr.net nichts sagen. Die Kundenakquise soll im April starten.

Das schnelle Internet mit Telefon-Flat und dem dazugehörigen Modem wird monatlich 45 Euro kosten. Bürgermeister Hans Ries geht davon aus, dass sich mindestens 45 Prozent aller Heringer Haushalte die schnelle Technik ins Haus holen werden. Der Bürgermeister ist froh darüber, diesen eigenen Weg in Sachen Breitbandausbau eingeschlagen zu haben: „Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. Damit verfügt Heringen viele Jahre früher über schnelles Internet als alle anderen Kommunen, die sich dem Nordhessen-Breitbandprojekt angeschlossen haben.“ zum tage, Morgen mehr

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