Verbindungslücken im Landkreis sollen zügig gelöst werden

Das schnelle Internet kommt per Funk

Hersfeld-Rotenburg. Die Menschen in über 60 Dörfern und Stadtteilen im Landkreis haben keinen Zugang zum schnellen Internet. Das soll sich jetzt zügig ändern. Mit Hilfe des Landes Hessen und der Wirtschaftsförderung wollen die Kommunen ihren Bürgern einen bezahlbaren Zugang zum weltweiten Netz schaffen. Dazu liegen in den Rathäusern Angebote vor, über die derzeit die Gemeindevertreter beraten. DSL erhöht nicht nur den privaten Komfort oder ist für Schülerinnen und Schüler im Unterricht ein Muss, sondern auch für die heimische Wirtschaft ein echter Standortvorteil. Den technischen Weg über die Funkeinspeisung müssen die Städte und Gemeinden im Landkreis gehen, für die eine Kabellösung im Untergrund zu teuer, unwirtschaftlich oder unbezahlbar ist.

Jetzt wird entschieden

Unter dem Dach der Wirtschaftsförderung des Landkreises haben die „Unversorgten“ nach Anbietern gesucht, die zu vertretbaren Konditionen die Menschen auf den Dörfern aus den Tälern der Ahnungslosigkeit herausholen. Bis zu den Sommerferien sollen die Gemeinden bekunden, ob sie den gemeinsamen Weg über einen Anbieter für Funklösungen mitgehen oder eigene Wege beschreiten. Ziel ist es, einen Anbieter zu wählen, der ein einheitliches Netz aufbaut. Nicht mit von der Partie bei dieser Geleitzug-Lösung sind die Kaligemeinden Heringen und Philippsthal. Sie setzen auf den Einbau von Glasfaserleitungen, weil sie den Aufbau von Funkstrecken als eine Sackgasse sehen. Übertragungsgeschwindigkeiten mit Datenraten, die sich mit DSL- 3000 des Kabelnetzes vergleichen lassen, reichen Philippsthal und Heringen nicht. Für eine Funklösung und einen Anbieter aus Morschen entschieden haben sich bereits die Gremien von Ronshausen, Bebra, Ludwigsau und Hohenroda. HINTERGRUND/ ZUM TAGE LOKALSEITE 6

Von Kurt Hornickel

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