Informationsveranstaltung der Stadt Heringen zur Situation an der Werratalschule

Das Schmuckstück fürs Tal

Unter der Leitung von Pop-Kantor Matthias Weber sangen die sieben jungen „Pop Voices“: „Let it go“ und „Alles was Du wissen musst“. Fotos: Konopka

HERINGEN. „Unsere Werratalschule ist wunderbar und das hat einen Grund“, war das Motto einer Informationsveranstaltung der Stadt Heringen am Freitagabend im Bürgerhaus. „In meinen elf Jahren als Bürgermeister ist dies eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Veranstaltung“, begrüßte Hans Ries die Gäste. Hier passe alles herrlich zusammen, das sei der wunderbare Grund.

Das Moderatoren-Duo Pfarrer Dr. Thorsten Waap als Putzfrau Hildegard im blauen Kittel und Tobias Bachmann als Chemielehrer Dr. Bachmann, führten das Publikum amüsant durch den kurzweiligen Abend. Das musikalische Programm bot erstklassiges: Pop-Kantor Matthias Weber führte seine sieben jungen „Pop Voices“ bei „Let it go“ und „Alles was Du wissen musst“. Das Schülerorchester Werratal musizierte Stücke von Johnnie Vinson bis Phil Collins. Pfarrer Thorsten Waap zupfte die Saiten bei seinem Gitarrenspiel, „Music 4 Life“, Manuel Brandes und Nikola Bursac rundeten das Programm ab. „Salty Creek Entertainment“ sorgte mit fetziger Musik schließlich für Party pur.

Schulleiter-Diskussion

Bei dem Informationsabend ging es natürlich auch um die Diskussion zur Besetzung des Schulleiterpostens. Zum 1. Februar sollte Michael Arendt, bislang Leiter der Darmstädter Gutenbergschule, die Stelle antreten. Er hatte sich im Auswahlverfahren gegen die stellvertretende Schulleiterin Margret Schulz-Bödicker durchgesetzt, die Freitagabend nicht anwesend war. Schulz-Bödicker genießt viele Sympathien in der Stadt. In einem laufenden Widerspruchsverfahren meint sie nun, das Auswahlverfahren sei nicht gerecht gewesen. Knackpunkt ist die nötige Qualifikation.

Auch die Kandidaten zur Landratswahl, Dr. Michael Koch (CDU), Jörg Brand und Alexander Sauer (beide unabhängig) waren bei der Informationsveranstaltung und gaben kurze Statements ab. SPD-Kandidatin Elke Künholz schaute auch vorbei. Michael Koch im Gespräch mit unserer Zeitung: „Am Ende müssen die Gerichte entscheiden. Eine lange Verfahrensdauer geht dabei zu Lasten der Schule und der Schüler. Emotionen sind wichtig, sollten bei der Entscheidung aber nicht berücksichtigt werden.“ Der Jurist findet das Engagement der Leute jedoch toll. „Die Besetzung muss nach Leistung, Eignung und Befähigung erfolgen.“

Man sei dankbar für das, was sich an der Schule getan hat. „Deshalb“, so Hans Ries, „möchten wir das auch einmal gemeinsam mit den Schülern, Eltern, interessierten Politikern und Bürgern einmal fröhlich demonstrieren.“ Von der Schule, einem Schmuckstück für das ganze Werratal, hänge auch die Mittelzentrumsfunktion für Heringen ab.

Das Hessische Kultusministerium war ebenfalls eingeladen, um sich ein Bild über die Stimmung in Heringen zu machen. „Heute um 7.13 Uhr hat das Ministerium abgesagt“, erzählte Ries süffisant.

Von Ludger Konopka

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