Neu im Weltladen in der Klausstraße: Hersfelder Kaffeemischung

Schlürfen ohne Reue

Auch Henner und Marie mögen’s fair: Heide Schumann-Held, Michael Held, Angelika Priebe und Nina Keidel mit dem neuen Hersfeld-Kaffee (von links). Foto: Struthoff

Bad Hersfeld. Mit gutem Gewissen genießen – das können Kaffeefreunde jetzt mit einer eigens für Bad Hersfeld zusammengestellten Arabica-Mischung aus fairem Handel. Die Kaffeebohnen stammen aus Mexiko, Nicaragua und Bolivien. Den für Hersfeld bislang einzigartigen Kaffee gibt es bisher nur im Weltladen in der Klausstraße 36.

Aber die Initiatoren des Projekts, Heide Schumann-Held und ihr Mann Michael Held, hoffen auf neue Partner, wie etwa Cafés, Kantinen oder öffentliche Einrichtungen, die den Kaffee ausschenken.

Auch Schalke trinkt fair

In anderen Städten gibt es bereits eigene, fair gehandelte Kaffeesorten. So schlürfen die Frankfurter „Main-Kaffee“, und auch die Fußballer von Schalke 04 nutzen den nach dem Verein benannten stimulierenden „Türkentrank“ als Zielwasser.

Bei der 1275-Jahrfeier am vergangenen Wochenende kamen die fairen Bohnen erstmals in die Tasse – und die Resonanz war durchweg positiv. „Schmeckt gut“, sei das einhellige Urteil der Kaffee-Koster gewesen, berichtet Heide Schumann-Held. Bürgermeiser Thomas Fehling hat sogar angekündigt, den Hersfeld-Kaffee künftig im Rathaus ausschenken zu wollen.

Gemeinsam mit Dekan Ulrich Brill hat Fehling die Patenschaft für den Hersfeld-Kaffee übernommen. „Der Bürgermeister ist dem fairen Handel gegenüber sehr aufgeschlossen“, lobt Michael Held.

Packung mit Stiftsruine

Ganz billig ist der Hersfeld-Kaffee freilich nicht. 4,.60 Euro kostet die orangefarbene 250-Gramm-Packung, die von Elmar Henrich von ultra-violett designt wurde und mit Lullus und der Stiftsruine geschmückt ist. Dafür wird der Kaffee nach den Regeln der „Agenda 21“ produziert.

Der „faire Aufschlag“ auf den Kaffeepreis diene den Erzeugern in Lateinamerika dazu, Schulen oder Krankenstationen in ihren Kommunen zu bauen. „Über die Verwendung der Einkünfte entscheiden die Kaffeebauern im Kollektiv“, erläutert Heide Schumann-Held, die über den Netzwerk der bundesweit über 800 Weltläden in direktem Kontakt zu den Produzenten steht.

Alle 14 Tage Nachschub

Alle 14 Tage bekommt der Hersfelder Weltladen Nachschub aus Lateinamerika. Ein großes Transparent im Schaufenster und einige pralle Kaffeesäcke weisen auf das neue Angebot in den erst vor kurzem umgestalteten, hellen und freundlichen Verkaufsräumen hin. Und auch für passionierte Tee-Trinker hat Heide Schumann-Held einen Tipp parat: „Der Hersfeld-Kaffee ist auch ein schönes Geschenk aus der Festspielstadt.“

Von Kai A. Struthoff

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