Am Bad Hersfelder Fuldawehr wird eine neue Fischaufstiegsanlage gebaut

Von Schlitz zu Schlitz

Die Firma Räuber hat in dieser Woche mit dem Abriss der alten Fischtreppe am Bad Hersfelder Fuldawehr begonnen. Hier wird eine neue Fischaufstiegsanlage für 270 000 Euro entstehen. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Für Barbe, Brasse & Co. war das Fuldawehr in Bad Hersfeld schon seit längerer Zeit eine Sackgasse: Die alte Fischtreppe neben dem Wasserkraftwerk funktionierte nicht mehr. Doch das wird sich ändern: In dieser Woche haben die Vorarbeiten für den Bau einer neuen Aufstiegsanlage begonnen.

In 13 Etappen

Auf einer Länge von 38 Metern wird hier ein sogenannter Riegelbecken-Pass entstehen. In 13 kleinen Etappen können die Fische hier über geschlitzte Eichenholztafeln bei verringerter Strömungsgeschwindigkeit auch entgegen der Fließrichtung der Fulda schwimmen. Die Betonbecken werden zudem mit Kies und Scheinschüttung ausgekleidet, so dass sich hier mit der Zeit Algen und Kleinstlebewesen ansiedeln werden und so für eine natürliche Umgebung sorgen.

Ursprünglich hatte ein Teil der Anlage als innovativer, aus Kunststoff gefertigter Borstenfischpass gebaut werden sollen, doch davon hat man seit den ersten Planungen vor gut zwei Jahren wieder Abstand genommen.

Geplant hat die neue Fischtreppe das Kasseler Büro WAGU, das seit zwölf Jahren für die Stadt Bad Hersfeld arbeitet und beispielsweise die Renaturierung der Geis im Schildepark betreut.

Wenn das rund 270 000 Euro teure Projekt umgesetzt ist, dann ist Bad Hersfeld für wandernde Fische und andere Tiere, die auf der Fulda in Richtung ihres Oberlaufes aufsteigen wollen, keine Sackgasse mehr, sondern nur noch Durchgangsstation.

In einem weiteren Schritt soll zu einem späteren Zeitpunkt durch die Stadtwerke auch eine Fischabstiegsanlage eingerichtet werden.

Von Karl Schönholtz

Kommentare