Bernd Böhle: Im Streit zwischen Bürgermeister und Intendant sollen sich alle an die Spielregeln halten

FDP schlägt unabhängigen Mediator vor

Bad Hersfeld. In Reaktion auf das HZ-Interview mit Bürgermeister Thomas Fehling (FDP), in dem er unter anderem den Intendanten der Festspiele, Holk Freytag, scharf angreift, meldet sich jetzt auch die FDP zu Wort. „Die FDP-Fraktion“, so schreibt Bernd Böhle, Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament, „bekennt sich zu den Bad Hersfelder Festspielen, erwartet, dass sich alle Beteiligten an die Spielregeln halten und schlägt zur Klärung der Differenzen einen unabhängigen Mediator vor.“

Für die FDP-Fraktion sind die Bad Hersfelder Festspiele ein wichtiger Bestandteil der Stadt, da sie sowohl Kultur, Wirtschaft als auch Tourismus in Bad Hersfeld stärken, betont Böhle. Damit sie dauerhaft ein Gewinn seien, müssten sich alle Beteiligten aber an bestimmte Spielregeln halten.

„Vom Intendanten erwarten wir, dass er sich an seine vertraglich festgelegten Kompetenzen hält und ausschließlich seinen Aufgaben als Künstlerischer Leiter der Festspiele nachkommt. Vom Bürgermeister und den politischen Fraktionen erwarten wir, dass sie Verbesserungsvorschläge und Kritik, sachlich und innerhalb der zuständigen politischen Gremien anbringen, anstatt diese öffentlich auszutragen“, erklärt Böhle.

Zur Klärung der persönlichen Differenzen zwischen den Beteiligten, schlägt die FDP einen Mediationsverfahren vor. Ziel ist es, mithilfe eines unabhängigen Mediatoren, die vertrauensvolle Zusammenarbeit weitgehend wieder herzustellen, da der Vertrag des Intendanten noch bis 2016 läuft.

Die Rücktrittsforderungen der Mehrheitsfraktion hält die FDP hingegen für völlig überzogen und fordert, dass SPD und Grüne „endlich mit ihrer polemischen Wahlkampfrhetorik aufhören“. (red/zac)

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