Kreisfußballwart: Nach dem Schlusspfiff ist oft nicht Schluss

Schlägerei war ein absoluter Einzelfall

Karl-Heinz Blumhagen

Hersfeld-Rotenburg. Ein absoluter Einzelfall - das sagen Kreisfußballwart Karl-Heinz Blumhagen (Bebra) und Kreislehrwart Karsten Vollmar (Bad Hersfeld) übereinstimmend zu den Ereignisssen des 6. September 2009 auf dem Rotenburger Wittich, als es nach dem Schlusspfiff des Fußball-Kreisoberligaspiels zwischen Rotenburg und Unterhaun eine wilde Rangelei mit Verletzten gab (siehe Hintergrund).

„Das ist der einzige Vorfall dieser Art in zehn Jahren“, sagt Blumhagen. Allerdings gibt er zu, dass nach dem Schlusspfiff oft noch lange nicht Schluss ist. „Da gibt schon einer seinem Gegenspieler noch einen Schubser mit“, weiß der Kreisfußballwart. Daher habe der Schiedsrichter auch das Recht, noch nach dem Schlusspfiff Gelbe und Rote Karten zu zeigen. Blumhagen, der selbst früher Spiele pfiff: „Eigentlich soll der Schiedsrichter als Letzter den Platz verlassen. Das ist unsere Anweisung. Kommt es zu einem Sportgerichtsverfahren, ist er unser Kronzeuge.“

Und er denkt an frühere Zeiten, als „nach dem Spiel alle sich im Mittelkreis versammelten. Dann wurde das Ergebnis bekannt gegeben, alle gaben sich die Hand - da war schon vieles an Spannung raus!“

Konnte nur reagieren

Ein Schiedsrichter als Letzter auf dem Platz ist akzeptabel, allerdings nach dem Schlusspfiff mitten in einem Getümmel wie in Rotenburg für Lehrwart Karsten Vollmar keine schöne Vorstellung: „Ein Schiedsrichter, der in eine Keilerei verwickelt wird - das wäre ein absolut verheerendes Signal. Wir können lediglich das, was wir sehen, melden, die wir wahrnehmen, melden. Die Schuld allerdings beim Schiedsrichter zu suchen, ist im Falle Rotenburg fehl am Platz. Der hätte nur noch reagieren können – agiert haben andere!“ SEITE 6

Von Rainer Henkel

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