39-Jährige aus dem Kreisgebiet vor dem Jugendschutzgericht

Schläge, Tritte, Würgen: Mutter unter Verdacht

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Statue Justitia - Weniger Verfahren vor Gerichten

Bad Hersfeld. Weil sie die Kinder ihres Ehemannes misshandelt haben soll, muss sich eine 39-Jährige aus dem südlichen Kreisgebiet vor dem Jugendschutzgericht des Amtsgerichts Bad Hersfeld verantworten. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft.

Die 2006 zugezogene Frau steht unter Verdacht, in der Zeit von Juli bis November 2012 die damals 13 Jahre alte Stieftochter durch Schläge, Tritte und Würgen massiv misshandelt zu haben. Von November 2012 bis März vergangenen Jahres soll sie den in dieser Zeit sieben bis neun Jahre alten Sohn ihres Mannes durch Faustschläge, Schläge mit einer Kunststoffstange und durch Würgen gequält und misshandelt haben. In einem Fall soll die Stiefmutter das Kind absichtlich eine Kellertreppe hinuter gestoßen haben.

Unter Tränen und mit kaum verständlicher, leiser Stimme beteuerte die Frau vor Jugendrichterin Michaela Kilian-Bock und den beiden Schöffen zum Prozessauftakt am Montag, die Taten nicht begangen zu haben.

Der Hinweis der Gerichtsvorsitzenden, dass die in den Akten befindliche Aussage des Stiefsohns und die Fotos von seinem grün und blau geschlagenen Rücken die Anklage stützen, fruchtete nicht. Auch nach Rücksprache mit ihrem Verteidiger blieb die Frau dabei: „Ich kann nicht sagen, was Sie hören wollen.“

Vielmehr beteuerte die 39-Jährige, ein liebevolles, intensives Verhältnis zu dem Kind gehabt zu haben, das sie auch „Mama“ genannt habe. Die Vielzahl der Hämatome in ihren unterschiedlichsetn Färbungen am ganzen Körper des Jungen habe sie nicht bemerkt.

Damit blieb den Kindern eine Aussage vor Gericht nicht erspart – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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