Fertigstellung des 40-Millionen-Euro-Projekts wird gestreckt

Schilde-Park: Stadt tritt auf die Bremse

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Da vibriert nicht nur der Schuh: Die Augenzeugen des Baubeginns zur Geisfreilegung mit Bürgermeister Thomas Fehling an der Spitze (Bild oben, Mitte) spürten die Gewalt des Bohrhammers der Firma Bock bis in die Haarspitzen.

BAD HERSFELD. Die Stadt Bad Hersfeld hat beim 40-Millionen- Euro-Projekt Schilde-Park auf die Bremse getreten. Ursprünglich war die Fertigstellung der wesentlichen Bauabschnitte für Ende dieses Jahres vorgesehen. Jetzt wurden Teilbereiche entweder später begonnen, verschoben oder sollen neu geplant werden.

Hintergrund ist zum einen die stetig wachsende Dimension der Herkulesaufgabe, deren Kostenvolumen einst bei 30 Millionen Euro lag und am Ende laut Bürgermeister Thomas Fehling die 55-Millionen-Euro-Grenze überschreiten könnte.

Zum anderen machte Fehling beim gestrigen Ortstermin zur Freilegung des Geisbaches (siehe Artikel rechts) deutlich, dass die Verwaltung im vergangenen Jahr ihre Kräfte bis zur Eröffnung des Science-Centers „wortreich“ und der Plaza auf den Schilde-Park konzentriert habe. Dafür seien andere Aufgaben zurückgestellt worden, erklärte Fehling. Diese Rückstände habe man jetzt aufholen müssen, weshalb der Park einige Zeit kaum Fortschritte machte.

Ohnehin hatte der Bürgermeister in der jüngsten Stadtverordnetensitzung deutlich gemacht, dass das Management des gewaltigen Bauprojekts von seiner Person und den Mitarbeitern im Technischen Rathaus nicht länger „nebenher“ zu bewältigen sei. Er kündigte an, dass deshalb im nächsten Jahr ein hauptamtlicher Geschäftsführer in die Wirtschaftsbetriebe einsteigen soll.

Während es in der Park-Gestaltung jetzt weiter geht, befinden sich weitere Vorhaben in der Warteschleife. Erst 2013/14 soll der an Schilde-Halle und das alte Verwaltungsgebäude grenzende Zwischentrakt saniert werden. Hier entstehen unter anderem Serviceräume für den Veranstaltungsbetrieb.

Größere Sorgen bereitet die alte Verwaltung selbst: Hier gibt es statische Probleme. Ein Konzept für die künftige Nutzung, die auch die Rückkehr des in die Stockwerkshallen umgezogenen Studienbetriebes der Technischen Hochschule Mittelhessen vorsieht, soll 2014 vorliegen.

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