Studie sieht Bedarf und Chancen, aber keine Notwendigkeit

Im Schilde-Park muss es kein Hotel sein

Bad Hersfeld. Das angedachte Hotelprojekt im Bad Hersfelder Schilde-Park ist eine Option, aber keine Notwendigkeit. Das ergibt sich aus einer Studie der RCM Hotel-Consulting aus Bad Füssing, die die Marktverhältnisse in der Stadt analysiert und drei in Frage kommende Standorte im oder am Park untersucht hat.

Wie Bürgermeister Thomas Fehling auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, ergeben sich für Verwaltung und Magistrat aus der Studie drei Erkenntnisse:

• Die bestehende und erwartete Nachfrage reicht aus, um ein weiteres Hotel anzusiedeln – und zwar unabhängig vom geplanten Hotel am Neumarkt, das mit seinen 70 Betten bereits in die Basisdaten eingerechnet wurde. Der Bürgermeister empfiehlt deshalb den in Erwartung der Studie zuletzt etwas zögerlichen Investoren, ihr Vorhaben nun „mit Vollgas“ zu verwirklichen.

• Die zweite Erkenntnis aus der Studie ist, dass sich nur das Baufeld im Ostteil des Parks für ein Hotel eignet. Sowohl der Standort zwischen Jahn- und Schilde-Halle entlang der August-Gottlieb-Straße wie auch die jetzt als Busparkplatz genutzte Fläche neben der Forschungs- und Entwicklungshalle von TROX-TLT am Seilerweg sind nach Ansicht der Fachleute wegen schlechter Infrastruktur beziehungsweise fehlender Außenwirkung ungeeignet.

• Weil die Wirtschaftlichkeit eines Hotels im Schilde-Park erst noch genauer untersucht werden müsste, sieht die Stadt laut Fehling „keine zwingende Notwendigkeit, einen Hotel-Neubau zu protegieren oder es gar selbst zu betreiben.“

Der Magistrat werde deshalb den Stadtverordneten in der Mai-Sitzung empfehlen, die verfügbare Fläche offen auszuschreiben. „Wenn sich dann ein Investor für ein Hotel findet, ist das okay“, sagt Fehling, der aber auch für andere Projektideen empfänglich ist. seite 2, zum tage, hintergrund

Von Karl Schönholtz

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