Bald auch Maschinenbau-Studium möglich / IHK-Regionalausschuss putzt eifrig Klinken

Schilde-Campus wächst

Bad Hersfeld. Im Zuge der Kampagne „Duales Studium Hessen“ und in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen soll ab dem kommenden Wintersemester nun auch der Studiengang Maschinenbau in Bad Hersfeld eingerichtet werden. „Dieses ehrgeizige Ziel haben wir fast erreicht“, erklärte der Unternehmer Heinrich Leist als Vorsitzender des Regionalausschusses der Industrie- und Handelskammer Kassel am Donnerstagabend.

Zwölf werden gebraucht

Mit dem neuen Campus im Bad Hersfelder Schilde-Park, wo es bereits ein Fachhochschulangebot für Logistik gibt, stehe ein attraktiver Studienort zur Verfügung. „Wir brauchen zwölf Studierende zum Start, zehn Anmeldungen liegen bereits vor“, erklärte Leist.

Er appellierte an die Mitglieder des Regionalausschusses „so wie ich nochmal Klinken putzen“ zu gehen bei den heimischen Betrieben. Duale Studiengänge verknüpfen ein Hochschulstudium mit einer betrieblichen Ausbildung. Studierende erhalten schon während des Studiums praktische Einblicke in das Berufsleben. In sechs Semestern sollen die Studierenden zum Bachelor-Abschluss geführt werden. Die Kosten in Höhe von etwa 1000 Euro monatlich tragen die Unternehmen, die einen Studierenden entsenden, der auch große Phasen praktischer Zeit in dem jeweiligen Unternehmen verbringt.

Der Nutzen für die Unternehmen in Form von qualifizierten Nachwuchskräften, die man auch auf Zeit zur Weiterbeschäftigung verpflichten könne, sei groß und die Kosten seien überschaubar, meint Heinrich Leist.

Um den Studiengang im Herbst zu starten, sind neben der Mindestzahl von zwölf Studierenden auch Partnerunternehmen nötig, die einen Studienplatz zur Verfügung stellen. „Wir bitten alle Unternehmen in unserer Region, im eigenen Interesse und auch im Interesse junger Menschen, die in unserer Region bleiben wollen, um Unterstützung“, appelliert Leist.

Es fehlt an Fachkräften

Für heimische Unternehmen werde es immer schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu finden. Der Fachkräftemangel sei eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Vor allem in den Ingenieurwissenschaften mache dieser sich besonders stark bemerkbar. Als Signal an alle interessierten jungen Leute und deren Familien sendet Leist aus, dass sie sich auch direkt an die Industrie- und Handelskammer in Bad Hersfeld wenden können. „Wir hängen uns auch rein, um für Interessenten eventuell kurzfristig noch rechtzeitig das richtige Unternehmen zu vermitteln“, verspricht der Regionalausschussvorsitzende.

Zeit drängt

Die Zeit drängt, bis Ende August muss die Ausbildungsquote erfüllt sein für einen erfolgreichen Start des neuen Studiengangs Maschinenbau in Bad Hersfeld.

Übrigens: Für das kommende Jahr ist angedacht, das Angebot auch auf den Bereich Elektrotechnik zu erweitern. (map)

Kontakt: Tobias Binder, Ansprechpartner bei der Industrie- und Handelskammer Kassel im Servicezentrum Hersfeld-Rotenburg. Telefon 06621 944/132 oder binder@kassel.ihk.de

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