Viele Lolls-Besucher versuchten sich beim Zielwerfen am Flaschenwurfcontainer

Es scheppert gewaltig

Rein damit! Viele Besucher versuchten am Lolls-Montag ihr Glück beim Flaschenwerfen und hatten Spaß dabei. Foto: Konopka

Bad Hersfeld. Es kracht, es poltert, es klirrt, es splittert. Die Besucher am Lolls-Montag holten weit aus und warfen mit Schmackes auf die Zielscheibe. Die ausgelassene Stimmung der Gäste ließ einen nicht kalt, ich wollte sofort eine Glasflasche holen und bei dem Vergnügen mitmachen. Dafür sorgt der 20 Kubikmeter große Müllcontainer, zur Verfügung gestellt von der Firma Fehr, der aufgebaut ist wie eine Wurfbude.

Scherben reduzieren

Grundsätzlich versucht die Stadt Bad Hersfeld damit gegen die enorme Anzahl der Glasscherben vorzugehen, die auf dem Platz rund ums Feuer sowie außerhalb in den Gassen verteilt werden. Denn diese sind nicht nur unansehnlich, sondern auch gefährlich.

Kinder, die Kastanien rund ums Lollsfeuer sammeln, können sich schnell verletzen. Aber auch Erwachsene sind betroffen. Schwere Schürf- und Schnittwunden an den Füßen oder nach einem Sturz werden von den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes regelmäßig behandelt.

Gemeinsames Projekt

Als Lösung dafür hat ein Team der Stadt Bad Hersfeld rund um Bürgermeister Thomas Fehling gemeinsam mit der Agentur Ultraviolett, dem Sorgaer Werbemittelhersteller Complot und der Firma Fehr unter dem Motto „Nur Flaschen machen Scherben“ einen Stand entwickelt, an dem die Besucher ihre leeren Glasflaschen loswerden können (HZ berichtete). Von einer Linie aus kann jeder seine Flaschen auf eine Zielscheibe werfen, die sich in dem Container am Lollsfeuer befindet. Dort bleiben sie und werden schließlich von der Firma Fehr abtransportiert.

Fünf Stempel auf der Karte: Der Gewinner kriegt nun den ersehnten Lollsbecher . Foto: Gerschgorina

„Für jede geworfene Flasche, die die Zielscheibe trifft, kriegen die Besucher einen Stempel. Für fünf Stempel bekommen die Werfer Plastik-Trinkbecher im Lolls-Design geschenkt.“, erklärten die städtischen Angestellten Stefan Wald und Helmut Horst, die den Container am Montag betreuten. Umso motivierter und begeisterter waren die Menschen, Jung und Alt, die am Montag ihr Glück versuchten. Auch am späten Abend war es noch sehr voll am Container.

Julia Scholz vom Lolls-Organisationsteam war zufrieden mit dem Auftakt, auch wenn trotzdem noch zahlreiche Glasscherben von den Reinigungskräften aufgesammelt werden müssen. „Der Container wurde gut angenommen. Fast die Hälfte der Becher ist schon weg“, berichtete Scholz gestern.

Am Freitag und am Samstag ist der Wurfstand jeweils von 17 bis 22 Uhr geöffnet.

Von Anastasija Gerschgorina

Kommentare