Diskussion um Gymnasialzeit neu entfacht

Schenklengsfeld will zurück zu G9

Hersfeld-Rotenburg. Über die Schulzeit bis zum Abitur wird in Hessen derzeit wieder diskutiert. Während etwa die Landesschülervertretung und die Lehrergewerkschaft GEW eine Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit begrüßen würden, warnten die Direktoren der hessischen Gymnasien davor. Angestoßen hatte die Debatte Ministerpräsident Volker Bouffier mit dem Vorschlag, Gymnasien zwischen acht- und neunjähriger Schulzeit (kurz G8 und G9) wählen zu lassen. Kooperative Gesamtschulen in Hessen können bereits seit 2008 zwischen G8 und G9 wählen.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es laut Staatlichem Schulamt Bebra eine „ausgewogene und bewährte Struktur von kooperativen und integrierten Gesamtschulen, die gymnasiale Bildungsgänge nach G8 oder G9 anbieten“. Doch während die einen mit der verkürzten Schulzeit zufrieden sind, will beispielsweise die Gesamtschule Schenklengsfeld aus pädagogischen Gründen ab dem Schuljahr 2013/2014 wieder zu G9 zurückkehren.

Ein entsprechender Antrag ist laut Schulleiter Oskar Ruhl vor rund fünf Wochen gestellt worden. Erste Diskussionen habe es bereits Ende 2011 gegeben. Eine Entscheidung von Seiten des Schulamts und des Landkreises als Träger steht noch aus. Die Gesamtschule Niederaula war bereits 2009/2010 von G8 zu G9 zurückgekehrt. (nm) Seite 2

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