Scheinheiliger Vorwand

Der NBL-Fraktionsvorsitzende füllt das vermeintliche Sommerloch. Wie komme ich in die Zeitung? Am besten ich greife sie an.

Als Anwalt ist Herrn Bock bewusst, dass sich die Anzeigenveröffentlichung rechtlich im Einklang befindet mit der Werbe- und Pressefreiheit.

Wir versichern Ihnen, sehr geehrte Leserinnen und Leser, dass unser Verlag wohl abwägt, welche auch werblichen Inhalte abgedruckt werden und welche aus gutem Grund nicht.

Als scheinheilig entlarvt sich die moralische Entrüstung von Herrn Bock allein schon deshalb, weil seinem Brief an unsere Geschäftsleitung taggleich mit der Zustellung die Pressemitteilung auch an andere Medienorgane auf dem Fuße folgte.

Pressemitteilung der NBL-Fraktion:

Bock kritisiert Werbung in der HZ

Es geht also Herrn Bock nicht darum, dass unser Verlag ein vermeintlich zu rügendes Verhalten überdenkt und auf sein Schreiben inhaltlich eingeht. Nein, es geht ihm um Stimmung. Und es geht ihm um den konstruierten Zusammenhang mit den amtlichen Bekanntmachungen für die Kreisstadt Bad Hersfeld, die in unserer Hersfelder Zeitung erscheinen, letztlich also darum, unseren Verlag wirtschaftlich unter Druck setzen zu wollen. Um unsere Redaktion gefügig zu machen?

Herr Bock pflegt ein eigenwilliges Verhältnis zur HZ. Die Anlässe wechseln. Da für uns Pluralismus und Toleranz keine Worthülsen sind, haben wir seine Aussendung gedruckt, ungeachtet der Frage, ob uns der Inhalt gefällt. Und so hält es der Verlag auch mit Anzeigen, ungeachtet der Frage, ob uns deren Inhalt gefällt – solange die Regeln des Gesetzes eingehalten werden. Andere Anwälte, insbesondere in Ländern der Dritten Welt, kämpfen für diese Rechte. Bock kritisiert...

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