Reinhard Faulstich freut sich über volles Haus

Festspiel-Matinee der Sparkasse: Schauspieler hautnah

Musikalisch: Rasmus Borkowski mit „Why should we wake up“ aus Cabaret, am Piano Christoph Wohlleben.

Bad Hersfeld. Über ein volles Haus freute sich Sparkassenchef Reinhard Faulstich am Sonntag anlässlich der alljährlichen Festspielmatinee in der Bad Hersfelder Hauptstelle der Sparkasse.

Zahlreiche Festspielfreunde hatten die Gelegenheit genutzt, um bekannte Schauspieler der Bad Hersfelder Festspiele und Intendant Dr. Dieter Wedel hautnah zu erleben. In seiner Begrüßung unterstrich Faulstich, dass mit Dieter Wedel ein frischer Wind die Bad Hersfelder Festspiele belebt. „Ihr Konzept, die Stiftsruine wach zu küssen, ist ihnen wirklich gelungen“, lobte er den Intendanten, mit dessen spannender Inszenierung von Arthur Millers Hexenjagd „die Festspiele endgültig 4.0 gingen“.

Wedel würdigte in seiner kurzen Ansprache die Unterstützung der Festspiele durch die „Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine“, die in diesem Jahr ihr 65-jähriges Bestehen feiert und bedankte sich ausdrücklich für das architektonisch sehr gelungene Zeltdach, das seit nunmehr vielen Jahrzehnten die Zuschauer in der Ruine zuverlässig vor Regen schütze.

Festspiel-Matinee bei der Sparkasse in Bad Hersfeld

Als zukünftige Baustelle hat Wedel die Seitenfenster neben den oberen Sitzreihen der neuen Tribüne ausgemacht: „Für die Seitenfenster wünsche ich mir eine Abdeckung, damit die dort sitzenden Zuschauer nicht erfrieren.“ Er habe selbst die Erfahrung gemacht, dass es dort „brutal kalt“ ist und versprach bereits für die Saison 2017 eine Lösung.

Mix aus Texten und Liedern

Es folgte einmal mehr ein reizvoller Mix aus Text- und Liedbeiträgen der Festspielstars, die sich für einen kurzen Auftritt bei der Matinee laut Dieter Wedel „nicht lange hätten bitten lassen“. Robert Joseph Bartl, der den „Meister“ im Familienstück Krabat spielt, gab sehr zur Freude des Publikums zwei Texte des unvergessenen Münchner Kabarettisten Karl Valentin, darunter das „Klagelied einer Wirtshaussemmel“ zum Besten.

Marlon Wehmeier sang, begleitet von Christoph Wohlleben am Piano „In der Straße, in der du wohnst“ aus „My fair Lady“, bevor Hans Diehl mit Gedichten von Joachim Ringelnatz und Seemannsgarn von dessen Alter Ego Kuttel Daddeldu erneut für Heiterkeit in der Rotunde sorgte.

Corinna Pohlmann (Abigail in Hexenjagd) sang Zarah Leanders „Kann denn Liebe Sünde sein?“, Richy Müller (Reverend Hale in Hexenjagd) las einen Text Ferdinand von Schirachs und Rasmus Borkowski (Krabat und Cabaret) sang „Why should I wake up“ aus dem Musical Cabaret.

Ruine als Kunstwerk

Zum Ende der Matinee eröffnete Helgo Hahn, erster Vorsitzender der Ruinenfreunde, anlässlich des 65-jährigen Jubiläums der „Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine“ die Ausstellung „Stiftsruine – Lebendige Mauern“. Hildegund Bode, Magdalena Gremm, Manfred Grund und Artur Pflanz präsentieren bis Ende August in der Sparkassen-Hauptstelle Malerei, Collagen und Fotos von der „schönsten Spielstätte der Welt“.

Von Thomas Landsiedel

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