Ein Schandfleck, Unruhe und ein Geschenktipp

Jan-Christoph Eisenberg

Jahrelang hat sich nichts getan am ehemaligen Hersfelder Hof in Niederaula. Nachdem es im Januar 2009 in der leerstehenden Gaststätte gebrannt hatte, blieb eine Ruine als Schandfleck an prominenter Stelle zurück. Nach fast sechs Jahren scheint jetzt Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Dem Vernehmen nach sollen schon bald konkrete Pläne für das Areal präsentiert werden. Wir sind gespannt und werden natürlich berichten, sobald es Neuigkeiten gibt.

Für Unruhe unter Eisenbahnbegeisterten hat eine Veröffentlichung im Tarif- und Verkehrsanzeiger gesorgt, nach der die Deutsche Bahn den Güterbanhof in Breitenbach/H. nicht mehr bedient. Die Vermutung lag nahe, dass es jetzt auch mit dem Verkehr auf dem letzten Rest des einstigen Streckennetzes durch den Knüll vorbei sein könnte.

Tatsächlich handelt es sich aber wohl nur um eine Formalie. Denn die Verladeeinrichtungen in der Herzberggemeinde sind ohnehin an den örtlichen Holzhof vermietet, der eigene Lokomotiven vor seine Holzwaggons spannt. Aber auch Züge der Deutschen Bahn fahren weiterhin bis Breitenbach – wenn auch nicht zum Be- oder Entladen. Das Gleis an der Holzverladerampe in Niederjossa ist nämlich nur noch mit einer Weiche an die Strecke angeschlossen. Aus Bad Hersfeld kommend müssen die Züge deshalb bis Breitenbach durchfahren. Dort wird die Lokomotive ans andere Ende umgesetzt und rollt mit dem Waggons in entgegengesetzter Fahrtrichtung fünf Kilometer zurück nach Niederjossa, wo der Zug dann rückwärts an die Laderampe geschoben wird.

Klingt umständlich, ist aber offenbar preiswerter, als eine zusätzliche Weiche einzubauen.

Suchen Sie vielleicht noch ein Last-Minute-Geschenk für einen lieben Menschen?

Wie wär’s mit einem Gutschein für unsere schöne Therme im Kurpark.

Wir hören aus gut unterrichteten Kreisen, dass in unserem städtischen Wohlfühl-Tempel der Umsatz eingebrochen sein soll, seit Bürgermeister Fehling angekündigt hat, die Therme aus Kostengründen schließen zu wollen.

Wohlgemerkt: Das sind nur Pläne und noch längst keine Beschlüsse. Deshalb kann man also getrost noch etwas Wellness verschenken. Damit tut man übrigens nicht nur seinen Lieben, sondern auch der Stadtkasse etwas Gutes.

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