„Stadtwald-Retter“ beauftragen eigenen Experten

Schallmessung auf dem Wehneberg

Bad Hersfeld. Mit eigenen Schallmessungen hat jetzt die Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Stadtwald“ am Wehneberg begonnen. Beauftragt wurde damit ein Experte vom Akustik-Messlabor der Firma Asgard aus Birkenau, teilt die BI mit. Mit dieser sogenannten „beweissichernden Schallmessung“ wollen die Gegner des Windparks auf dem Wehneberg „die vermutlich fehlerbehaftete Schallimmissionsberechnung der Windkraftanlagenplaner und Betreiber auf dem Klageweg anfechten“, heißt es in einer Mitteilung.

Die BI befürchtet, dass die geplanten Anlagen wesentlich lauter sein werden, als im Genehmigungsverfahren von der Firma ABO-Wind behauptet wurde, weil bei den Messungen die Topographie und die meteorologische Wetterlage nicht berücksichtigt wurden, weshalb Anlagen oft lauter seien. Dies will die BI mit den eigenen Schallmessungen belegen und hofft, damit umfangreiche Nachtabschaltungen durchsetzen zu können.

Abo-Wind sieht den Messungen gelassen entgegen. Ohnehin habe man keinen Einfluss auf die Kriterien der Schallimmissionsberechnungen. Die unabhängigen Gutachter hätten sich aber streng an die gesetzlichen Vorgaben gehalten. „Es ist das gute Recht der Bürgerinitiative, eigene Messungen anzustellen. Wir machen uns keine Sorgen, dass die Anlagen lauter sein könnten als berechnet“, teilt Abo-Wind mit. (kai)

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