Weltladen-Fachtage finden dieses Jahr erstmals in Bad Hersfelder Stadthalle statt

Schätze aus der Fremde

Die Metall-Uhr in Giraffengestalt ist nur eine der Besonderheiten, die Myoung-Hee Lim-Winkler und Manfred Winkler (rechts außen) an ihrem Globo-Stand präsentieren. In der Mitte Lothar Wegener und Silke Mählenhoff vom Weltladen-Dachverband. Foto: Hanisch

Bad Hersfeld. In einen Marktplatz der unterschiedlichen Kulturen verwandelt sich die Bad Hersfelder Stadthalle an diesem Wochenende: Handgewebte Handtücher aus Südindien, Kerzen aus Syrien, Kunsthandwerk aus Peru, Schmuck aus Papier, Schätze aus dem Regenwald – bei einer solchen „Reise durch die dritte Welt“ weiß man gar nicht, wohin man zuerst schauen soll.

Anlass sind die Weltladen-Fachtage, die dieses Wochenende erstmals in Bad Hersfeld stattfinden. „Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland, um sich gegenseitig zu informieren, auszutauschen und in Workshops weiterzubilden“, erläutert Silke Mählenhoff vom Vorstand Weltladen-Dachverband, der die Messe organisiert.

Die Jahreskonferenz fand in den Vorjahren immer in Bad Homburg statt, musste aufgrund des hohen Besucherandrangs jedoch verlegt werden. Schließlich fiel die Wahl auf die Bad Hersfelder Stadthalle, da diese unter anderem genügend Raum für all „die Lieferanten bietet, um ihre Warenpalette angemessen dem Fachpublikum zu zeigen“, erklärt Lothar Wegener, ebenfalls vom Vorstand des Weltladen-Dachverbands.

25 Lieferanten präsentieren den etwa 300 Besuchern ihre zu 100 Prozent fair gehandelten Waren, wie Wegener versichert. „Eine Kundin hat in der Bambus-Salatschale Blaukrautsalat mit Balsamico-Essig zubereitet und es hat sich nichts verfärbt“, wirbt Michael Drechsler schmunzelnd vom Stand „Fairkauf“ für seine Rohstoffprodukte.

Auch Heide Schumann-Held und Michael Held vom hiesigen Weltladen waren vor Ort, um sich über die neuen Waren zu informieren. Ihnen ist daran gelegen noch mehr Kundschaft in den Weltladen in der Klausstraße zu holen. „Wir brauchen eine solidarische Ökonomie, nur so können wir das Missverhältnis von Arm und Reich beheben und Gerechtigkeit erreichen.“ Damit fasst Michael Held wohl zusammen, was all die Fair Trade-Engagierten im Herzen eint und antreibt.

Von Christin Hanisch

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