Verhandlungen um Autohaus-Übernahme

Schade will in Kassel einsteigen

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Kassel/Bad Hersfeld. Das Interesse an der zum Verkauf stehenden Mercedes-Benz-Niederlassung Kassel-Göttingen scheint groß. Nach Informationen unserer Zeitung gibt es mindestens vier Aspiranten für das konzerneigene Autohaus mit 380 Beschäftigten in Kassel und 100 in Göttingen. Das neue Lkw-Zentrum am Lohfeldener Rüssel mit ebenfalls 100 Mitarbeitern ist nicht betroffen.

Bei den Interessenten soll es es sich um die Autohandelsgruppen Schade aus Bad Hersfeld mit Sitz in Eisenach sowie Peter in Nordhausen handeln, die in Thüringen und Niedersachsen tätig ist. Außerdem soll sich die Kath-Gruppe in Rendsburg in Schleswig-Holstein – seit 2015 Teil des Schweizer Emil-Frey-Konzerns – sowie die Emil-Frey-Gruppe selbst für die Niederlassung interessieren. Schade mochte sich auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern. Peter war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Mercedes-Sprecherin Ulrike Bless bestätigte Gespräche mit Interessenten, nannte aber keine Namen.

Wie berichtet, will der Daimler-Konzern 63 seiner bundesweit 158 Niederlassungen verkaufen. Bedingungen für einen Zuschlag sind unter anderem die Einhaltung der Mercedes-Benz-Standards und die Übernahme aller Mitarbeiter. Viele von ihnen sorgen sich aber um ihren Job. (jop)

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