Musiktalent Laurenz-Cedric Wenk gewann „Jugend musiziert“ in der Region Fuldatal

Saxophon für die Lunge

Klassische Musik auf dem Saxophon: (von links) Saxophon-Lehrer Andreas Winter, Laurenz-Cedric Wenk und Ira Batt. Sie begleitete den jungen Musiker während es Wettbewerbs am Klavier. Foto:Dräger

Bad hersfeld. Schnell und präzise gleiten Laurenz-Cedric Wenks Finger über die Klappen seines Saxophons. Jeder Griff sitzt, wenn Laurenz sein Instrument spielt und genauso hat das Talent vor kurzem den ersten Preis beim regionalen Wettbewerb „Jugend musiziert“ der Region Fuldatal gewonnen.

„Technisch ist Laurenz schon sehr weit, denn die sechs-seitigen Stücke, sind schwer zu bewältigen“, erzählt Saxophon-Lehrer Andreas Winter. Und das ist für den ungeübten Betrachter nur allzu verständlich, denn die Musikstücke wirken wie eine endlose Kette aus Noten und unbekannten Zeichen.

„Diese Stücke werden an Hochschulen als Abschlussstück benutzt“, erklärt Musiklehrer Andreas Winter.

In Altersgruppe vier trat der 17-jährige an und begeisterte, begleitet von Musiklehrerin Ira Batt am Klavier, mit klassischen Stücken von Darius Milhaud und Alexander Glasunow die Jury. „Klassische Werke spiele ich eigentlich nicht so gerne. Am liebsten mag ich Jazz“, erzählt der Musiker lachend.

Seit über zehn Jahren hat Laurenz-Cedric Wenk nun schon Saxophon-Unterricht. Seine Eltern seien nicht musikalisch und er sei eigentlich nur durch Zufall an die Musik gekommen, berichtet Laurenz.

„Ich hatte eine Lungenentzündung und sollte deshalb Flöte spielen. Irgendwann meinte meine Lehrerin dann, ich sollte doch mal etwas Schwierigeres versuchen. Und so kam ich zum Saxophon“, erklärt der 17-jährige.

Es hat sich gelohnt denn Laurenz hat offenbar die Musik im Blut. Er hat schon etliche Preise gewonnen. Wie viele, das weiß der Schüler selbst gar nicht mehr. Jetzt konzentriert er sich auch mehr auf die Vorbereitung für den Landes- und dann den Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“.

„Ein Wettbewerb ist natürlich ein Grund zum Üben und man erreicht ein neues Niveau“, erzählt Andreas Winter, der selbst mit 15 Jahren zum ersten Mal Saxophon spielte.

Bei den Wettbewerben „Jugend musiziert“ ginge es darum, sein Verständnis für die Musik in Verbindung mit der Fingerfertigkeit am Instrument zu zeigen. Auch ein langsames und ruhiges Lied müsse man emotional und rhythmisch gut verkaufen.

Dafür müsse man sich aber gut vorbereiten. Das tut Laurenz: „Ich übe jeden Tag eine Stunde. Vor den Wettbewerben natürlich intensiver.“ Den Spaß an der Sache sollte man dabei nicht verlieren. „Ich schätze, dass ich in der Musik bleibe. Es macht Spaß und es ist ein schönes Gefühl, etwas damit zu gewinnen.“ erzählt Laurenz.

Aber mit seinen Freunden ins Kino zu gehen macht Laurenz mindestens genauso viel Spaß.

Von Magdalena Dräger

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