Kandidat plädiert für kreisinterne Klinikfusion

Sauer: Schmidt stellt sich gegen Heimat

Hersfeld-Rotenburg. Landratskandidat Alexander Sauer stellt sich klar gegen eine Fusion des Klinikums Bad Hersfeld mit den Häusern in Fulda und Alsfeld. Stattdessen favorisiert auch er eine kreisinterne Lösung mit dem Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) und dem Kreiskrankenhaus (KKH) in Rotenburg. Zugleich übt er scharfe Kritik an Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt.

Der habe den Zeitrahmen für kreisinterne Fusionsgespräche zu knapp bemessen. Aufgrund der unterschiedlichen Trägerschaften und Tarifstrukturen von Klinikum, HKZ und KKH könne bis zum Jahresende keine erfolgversprechende Lösung gefunden werden.

„Damit wird von vornherein und offensichtlich das hoffnungsvollste und zukunftsträchtigste Großprojekt unserer Region zum Scheitern verurteilt“, schreibt Sauer in einer Pressemitteilung. Schmidt habe eine Entscheidung gegen seine eigene Heimat getroffen, kritisiert Sauer, der Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD) ist, aber unabhängig antritt.

Eine Fusion der Kliniken in Fulda, Alsfeld und Bad Hersfeld würde zu einem enormen Verlust von Patienten und Arbeitsplätze in Bad Hersfeld führen. „Nichts ist wichtiger, als Arbeitsplätze und eine erreichbare Patientenversorgung in der Region zu halten“, schreibt Sauer. Er stellt sich damit in eine Reihe mit jenen Gemeindeparlamenten, die eine Rotenburger Resolution für eine kreisinterne Kliniklösung unterstützen. „Warum lassen die Fraktionen des Kreistages mit einer Stellungnahme immer noch auf sich warten“, fragt Sauer und fordert eine ähnliche Resolution im Kreistag.

Frist bis Spätsommer 2015

Er verlangt außerdem, dass der Landrat den Zeitraum für kreisinterne Fusionsgespräche noch mindestens bis zum Spätsommer 2015 ausdehnt und einen unabhängigen und angesehenen Gesundheitsexperten mit der Leitung dieser Gespräche beauftragt. Die Fusionsgespräche mit Fulda und Alsfeld sollten bis auf Weiteres ausgesetzt werden. (red/mcj)

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