Gesangverein Kathus feierte 125. Geburtstag

Sänger mit Fanclub

Ehrung für 50 Jahre Singen. Von links: Sängerkreis-Vorsitzender Heiko Wiegand, 2. Vorsitzende Marlies Keidel, Ehrenmitglied Helmut Barth, 1. Vorsitzende Marianne Braun und Chorleiter Christian Georg.

Kathus. Der bei weitem älteste Kathuser Verein hatte zum 125. Geburtstag eingeladen, und viele Gäste kamen, um dem betagten Jubilar zu gratulieren, darunter auch erfreulich viele junge Leute. Die 1. Vorsitzende Marianne Braun begrüßte viele Gäste und stellte dann ungeschminkt die schwierige Lage des kleinen Gesangvereins dar.

Weil er 2003 mit der „Harmonie Hohe Luft“ eine Chorgemeinschaft bildete, ist er unter der bewährten Leitung von Christian Georg noch singfähig. Marianne Braun stellte fest, dass es der Dirigent mit dem betagten Chor „nicht immer leicht hat, was umgekehrt aber auch der Fall ist.“

Zwischen den Liedvorträgen der Chorgemeinschaft Kathus-Hohe Luft – zum Beispiel dem Gospel-Song „Kum ba ya, my Lord“ – wurde Helmut Barth durch den Sängerkreis-Vorsitzenden Heiko Wiegand für 50 Jahre aktives Singen geehrt und durch Marianne Braun zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Chorleiter Christian Georg erhielt für seine erfolgreiche Arbeit ebenfalls einen prächtigen Blumenstrauß. Elfriede Falß, 1. Vorsitzende der „Harmonie“ und Moderatorin der Veranstaltung, betonte in ihrem Grußwort, dass „gerade die Gesangvereine um das nackte Überleben kämpfen … Auch unsere beiden Vereine hätten nicht überlebt, wenn wir uns nicht rechtzeitig verbündet hätten.“ Die Reihe der Gastchöre eröffnete die Neuapostolische Kirche Kathus mit dem sehr persönlichen „Ständchen an den Gesangverein Kathus“ aus der Feder von Hans-Jürgen Barth und Tobias Stein. Musikalisch gratulierten der Frauenchor 1923 Meckbach mit Chorleiter Heinrich Opfer, der Männergesangverein 1892 Meckbach mit Chorleiter Werner Götz (Schifferklavier) und der Männergesangverein 1892 Holzheim/Kruspis unter der Leitung von Christian Georg. Am Schluss ertönte das aktuelle Lied „Ein Mensch ist kein Mensch mehr, ohne Handy!“

Anhand eines Bildvortrags skizzierte Chronist Karlheinz Otto kurzweilig die 125-jährige Geschichte des Vereins, bevor die Kathuser Kapelle „Die Wilddiebe“ mit 20 Musikern unter der Leitung von Igor Karrassik aufspielte. Zu ihrem Repertoire gehörte auch das „Wilddieblied“, die Kathuser „Hymne“, die vom ganzen Saal mitgesungen wurde. Zum Abschluss wurde noch mit dem Marsch „Alte Kameraden“ der Wunsch eines jungen Gastes erfüllt, der selbst Geburtstag hatte.

Vorsitzende Marianne Braun bedankte sich bei allen Mitwirkenden und besonders beim „Fanclub“ des Gesangvereins sowie den Kindern und Enkelkindern der Sängerinnen und Sänger, ohne deren Einsatz die durchweg gelungene Veranstaltung gar nicht möglich gewesen wäre. (kho)

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