Erste Kreisbeigeordnete Künholz informierte bei Deponiebesichtigung über Entsorgung

Rund um den Müllberg

Die Wanderer neben dem Gedenkstein am Metzenkreuz. Karlheinz Otto (sechster von rechts) erinnerte an die Geschichte der Bürgerinitiative. Eingeladen zu der Wanderung hatte Elke Künholz (vierte von links), in der Bildmitte Berthold Wittich und Dr. Günter Simon. Foto: Manns

Ludwigsau. Die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, zugleich auch als Vorstandsvorsitzende des Abfallwirtschaftszweckverbandes zuständig für die Abfallentsorgungsanlage des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, hatte zur Winterwanderung rund um die Mülldeponie im Seulingswald bei Friedlos eingeladen.

Sie begann mit einer kurzen Begehung des Müllbergs. Dabei beantworteten Elke Künholz und der Mitarbeiter des Abfallwirtschafts-Zweckverbandes (AZV), Stefan Katzmann, Fragen zur weiteren Nutzung der Deponie. Katzmann erklärte auch, wie das Deponiegas in einem Blockkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt wird.

Auf der Müllbergspitze angekommen, genossen die Wanderer einen tollen Ausblick ins Fulda- und Rohrbachtal.

Als nächste Station stand das Mahnmal mit der „Panzereiche“ an der „Amihütte“ am „Metzenkreuz“ auf dem Programm. Hier informierte Karlheinz Otto, ehemaliger Vorsitzender der Bürgerinitiative „Rettet den Seulingswald“ über die Bedeutung des Mahnmals. Die BI organisierte zahlreiche Protestveranstaltungen gegen den von den amerikanischen Streitkräften geplanten Truppenübungsplatz im Seulingswald. Damals sollten 150 000 Bäume für Panzerstraßen, Schieß- und Sprengplätze gefällt werden. Ein Alptraum für die Bürger der Anrainer-Gemeinden. 17 000 Unterschriften wurden gesammelt, und zum „Tag des Baumes“ am 14. April 1989 fand eine Sternwanderung mit 2000 Schülern aus dem gesamten Kreisgebiet zum „Metzenkreuz“ statt, wo dann die sogenannte „Panzereiche“ gepflanzt wurde. Rings um die Eiche legten die Schüler Steine, versehen mit ihrem Namen. Noch heute liegen viele der Steine um die Eiche. Am 14. November 1998 wurde der Gedenkstein enthüllt und seiner Bestimmung übergeben. Die BI löste sich am 11.Februar 1999 auf. Bei der Wanderung waren auch zwei führende Politiker als Zeitzeugen dieser damaligen Ereignisse dabei, der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Berthold Wittich und der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Günter Simon.

Die letzte Station war das Kathuser Seeloch. Auch hier gab Karlheinz Otto Erläuterungen und wies besonders auf die schwimmende Insel auf dem 16 Meter tiefen Gewässer hin, die dauernd ihre Position ändert.

Zum Abschluss der Wanderung gab es im Kathuser Bürgerhaus für alle eine Brotzeit.

Von Gerhard Manns

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