Kathuser Wanderer feiern ihr 30-jähriges Bestehen und erinnern sich an die Anfänge

Rückblick auf 30 Jahre

Frühlingswanderung 1985: Die Wandergruppe des SV Kathus auf der Treppe der Mehrzweckhalle. Foto: Privat

Kathus. Nach Ende der langen Regenperiode feierten die Kathuser Wanderer am Vereinsheim des SV Kathus das 30-jährige Bestehen ihrer Wanderabteilung, die auch Zweigverein des Knüllgebirgsvereins (KGV) ist.

Manfred Beier, der geschäftsführende Vorsitzende des Sportvereins, beglückwünschte die Wanderer zu ihren außergewöhnlichen Aktivitäten, die dem Ansehen des Vereins sehr nutzen. Abteilungsleiter Erich Döring und Pressewart Karlheinz Otto ließen die Geschichte des Wandervereins in Wort und Bild Revue passieren: Nach Wanderungen des „Stammtisches“ regte Rolf Roth, damals Vorsitzender des SV Kathus, die Gründung einer Wanderabteilung an. Diese wurde im Januar 1982 während einer Jahreshauptversammlung beschlossen und Karlheinz Otto zum Abteilungsleiter und Wanderwart gewählt. In den 1980er Jahren beteiligten sich durchschnittlich über 50 Wanderer an den Wanderungen.

Waldhessenlauf organisiert

Bereits im erste Jahr halfen die Wanderer bei der Organisation des Waldhessenlaufs, die sie in den folgenden Jahren bis 1995 ganz übernahmen. Zu den angesehenen Waldhessenläufen und Waldhessenwanderungen kamen auch Sportler aus anderen Bundesländern und sogar aus dem Ausland.

Im zweiten Jahr ihres Bestehens veranstaltete die Wanderabteilung ihre erste Weihnachtsbaum-Aktion, bei der die alten Weihnachtsbäume und Spenden für gemeinnützige Zwecke eingesammelt wurden. Bei den bisherigen 30 Weihnachtsbaum-Aktionen kamen insgesamt 35 892,35 DM und 7448 Euro zusammen. Bei der 16. Weihnachtsbaum-Aktion im Jahre 1998 waren sogar 3800 Mark zur Anschaffung einer Orgel für die Friedhofskapelle gespendet worden. Zu den herausragenden Veranstaltungen gehörten deutsch-deutsch Wanderungen in Thüringen, damals noch DDR.

Die Wanderabteilung nahm mit Wanderwimpel und anderen KGV-Zweigvereinen an den Deutschen Wandertagen teil, gestaltete Beiträge zu den Wilddieb-Festzügen und unterstützte die Bürgerinitiative „Rettet den Seulingswald“. Außer den „normalen“ Wanderungen gab es zahlreiche Zweitageswanderungen und Wanderwochen, zum Teil auch im Ausland, wie auf Mallorca oder im tschechischen Altvatergebirge zusammen mit den Wanderfreunden aus Sumperk (Mährisch Schönberg), der tschechischen Partnerstadt Bad Hersfelds.

2008 legten die Wanderer mit Unterstützung des KGV-Hauptwegewarts, Wolfgang Limmeroth, den Kathuser Rundwanderweg K1 an, der von der Solztalhalle zu erd- und zeitgeschichtlichen Zeugnissen im Seulingswald führt.

Zurzeit engagieren sich die Kathuser Wanderer bei der Einrichtung des „Lutherwegs“, der als Pilgerweg von Worms über Bad Hersfeld und Kathus nach Eisenach führen wird. (red/sch)

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