Gemeinden können auch später noch Stellungnahmen abgeben

Staatsminister Roth will Bahntrasse aus dem Plan streichen

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Schnell durch den Kreis: Ein ICE in der Berliner Kurve bei Bebra.

Hersfeld-Rotenburg. Der heftige Protest aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg gegen die geplante Bahntrasse durchs Geis- und Rohrbachtal hat erste Erfolge gebracht.

Staatsminister Michael Roth (SPD) hat am Mittwoch erneut mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gesprochen und ihm persönlich von den zahlreichen kritischen Stellungnahmen und Resolutionen aus Bürgerschaft und Kommunalpolitik berichtet. Roth fordert, die umstrittene Bahntrasse Kirchheim-Blankenheim aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen. Außerdem ist es ihm gelungen, mit Dobrindt eine Regelung zu erreichen, die den Gemeinden auch während der parlamentarischen Beratung des Bundesverkehrswegeplans im Bundestag noch Stellungnahmen ermöglicht. Das teilte er jetzt den betroffenen Bürgermeistern mit.

Auf der Grundlage der Eingaben werde derzeit der Arbeitsentwurf des Bundesverkehrswegeplans überarbeitet. Er solle bis voraussichtlich Juli als Kabinettsentwurf vorliegen. „Während der anschließenden Parlamentarischen Beratung des Bundesverkehrswegeplans im Bundestag können Stellungsnahmen von kommunalen Gebietskörperschaften weiter eingebracht werden“, schreibt Roth. Zwingende Voraussetzung dafür sei aber, dass die Eingaben über sein Bundestags- oder Bürgerbüro in Bad Hersfeld an das Bundesverkehrsministerium weitergeleitet würden.

Weitere Eingaben will allerdings Bürgermeister Walter Glänzer (CDU) aus Neuenstein gar nicht machen. „Wir wollen, dass diese Trasse aus dem Plan genommen wird. Das ist unser Ziel“, ist er sich mit Roth einig. Das will er auch gerne direkt in Berlin dem Verkehrsminister deutlich machen. „Die Bundespolitiker müssen wirklich zur Kenntnis nehmen, dass hier die Luft brennt“, sagt Glänzer. Auch Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann plant eine Reise nach Berlin. (zac)

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