Immobilien-Entwickler aus Bad Hersfeld wird wohl Eigentümer der Kassel Huskies

Rosco will Sportarena bauen

Dennis Rossing

Kassel. Der Hersfelder Dennis Rossing wird, dem Vernehmen nach, neuer Eigentümer des Eishockey-Proficlubs Kassel Huskies (HZ berichtete). Rossing selbst gab sich am Mittwochnachmittag, auf Anfrage der Hersfelder Zeitung, aber noch zurückhaltend. „Die Bereitschaft ist da. Aber wie bei jeder Firmenübernahme müssen wir erst einmal schauen, wie diese Firma aufgestellt ist“, sagte er.

Zu einem Kurz-Interview fehlte Rossing, der im Kasseler Stadtteil Bettenhausen eine Multifunktions-Arena mit 8800 Sitzplätzen bauen will, am Mittwoch die Zeit.

Entwickeln, bauen und betreiben von Einkaufszentren - damit kennt sich Dennis Rossing aus. Der 48-jährige Kaufmann führt zusammen mit seinem älteren Bruder Walter Rossing die Rosco-Unternehmensgruppe in Bad Hersfeld. Seit 20 Jahren ist die Firma, die 50 Mitarbeiter und zeitweise bis zu 60 Subunternehmen für Bauvorhaben beschäftigt, im Geschäft und gilt als finanzstark, seriös und professionell. Projekte werden durch eigene Investitionen und auf eigenes Risiko realisiert. Das Immobilienvermögen der Familie war die Basis für die erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit.

Für Dennis Rossing ist gute Projektentwicklung immer auch Stadtentwicklung. Das hat Rosco mit der Einkaufsgalerie Neustädter Tor (58 000 Quadratmeter) in der Gießener Innenstadt unter Beweis gestellt, die im Oktober 2005 eröffnet wurde. In Frankenberg will Rosco die Eder-Galerie bauen. In Marburg ist die Rosco-Gruppe neuer Betreiber des Schlossberg-Centers.

Denkmal-Erfahrung

Auch mit dem Denkmalschutz hat Rosco Erfahrung. 40 Millionen Euro hat das Familienunternehmen in den Umbau des 15 000 Quadratmeter großen Industriedenkmals Abspannwerk Scharnhorst im Berliner Bezirk Wedding investiert. Heute nutzt der Kundenservice des Stromkonzerns Vattenfall das Gebäude. Auch das stillgelegte Umspannwerk Wilhelmsruh im Bezirk Pankow will Rosco umbauen. (ach/häx)

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