Montagsinterview: Dayton Quince verspricht für den Lolls-Rock neue Songs

Fit wie die Rolling Stones

Bad Hersfeld. Lolls steht vor der Tür und damit auch der Lolls-Rock mit Dayton Quince. Die Bad Hersfelder Traditionsband steht am Sonntag in der Stadthalle auf der Bühne und steckt mitten in den Vorbereitungen. Wir besuchten die Musiker im Probenraum – und zwischen „Summer of 69“ und „Davy’s on the road again“ hatten sie noch Zeit, unsere Fragen zu beantworten.

Der Lolls-Rock und Dayton Quince gehören zusammen wie ...?

Bernd Raacke (lacht): Da fällt mir zwar gerade was ein, aber das kann ich jetzt nicht sagen ...

Birgit Schmitt: Kastanien im Lullusfeuer.

Heiner Bohn: Oder das Feuer zum Lullusfest.

Was macht diese Kombination so besonders?

Bernd Raacke: Da wir inzwischen nur noch einmal im Jahr spielen, ist das wirklich etwas ganz Besonderes. Das macht es auch für uns zu etwas Besonderem. Man tritt ganz anders auf, als wenn man das einfach so routinemäßig abhandeln würde. Wir bereiten uns wirklich seit Wochen und Monaten auf diesen Auftritt vor.

Heiner Bohn: Die Stückauswahl ist speziell auf Lolls und die Lollsstimmung zugeschnitten.

Auf Ihrer Internetseite heißt es, Sie proben bis zum „Rockinfarkt“ – noch sind aber alle trotz fortgeschrittenen Alters fit für Sonntag?

Bernd Raacke: Wir hatten ein paar krankheitsbedingte Ausfälle, aber wir nehmen uns diese Auszeit lieber vorher, damit wir Ende der Woche fit sind.

Klaus Schmitt: Wir sind zwar keine Teenieband mehr, aber die Musik hält uns jung. Das ist doch klar.

Birgit Schmitt: Und wer sagt, dass nur junge Leute Musik machen dürfen?

Bernd Raacke: Mit unserem neuen Drummer haben wir das Durchschnittsalter allerdings deutlich runtergeschraubt....

Worauf dürfen sich die Fans in diesem Jahr freuen, gibt es was Neues?

Florian Baldauf (grinst): Einen neuen Schlagzeuger?!

Bernd Raacke: Wir haben ein paar brandneue Stücke aus dem Sommer und sogar eins jetzt aus dem Herbst. „Guardian“ von Alanis Morissette zum Beispiel, dafür haben wir extra Sonderschichten eingelegt. Mehr wollen wir aber noch nicht verraten.

Wie sieht es denn mit einer neuen Version von „Bruder Lolls“ aus?

Heiner Bohn: Die ist doch jedes Jahr neu! (alle lachen)

Matthias Raub: Das hängt auch damit zusammen, dass wir nur einmal im Jahr auftreten.

Heiner Bohn: Oder dass der Feuermeister aufs Kabel tritt ...

1978 begann die Lolls-Karriere. Wie lange wollen Sie denn Bad Hersfeld noch rocken?

Heiner Bohn: Sobald die Rolling Stones aufgehört haben, noch zehn Jahre.

Die haben ja auch im Alter nochmal die Stadien gefüllt und richtig Gas gegeben.

Heiner Bohn: Was für die Stones die Stadien sind, ist für uns die Stadthalle. Auf den Kreis Hersfeld-Rotenburg bezogen ziehen wir prozentual gesehen sicher genauso viele Menschen an, oder?

Klaus Schmitt (grinst): So haben wir uns die Verkaufszahlen der Bruder-Lolls-CD auch schöngeredet...

Bernd Raacke: Wieso, das war doch die im Umkreis meist verkaufte CD damals?!

Ist man nach so vielen Jahren eigentlich noch nervös und wie motiviert man sich noch?

Heiner Bohn: Nervös bin ich nicht mehr.

Birgit Schmitt: Die Musik ist ja unser Hobby und das macht einfach Spaß.

Matthias Raub: Den Spaß und die Freude an der Musik bei so einem Großereignis auf die Bühne zu bringen, ist immer ein sehr schönes Erlebnis. Aber bei mir ist das Lampenfieber noch da!

Alle anderen: Bei mir auch!

www.dayton-quince.de

Von Nadine Maaz

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