Sozialverband VdK lud zur Karnevalsfeier ins Bürgerhaus Hohe Luft ein

Mit dem Rollator zum Fasching

Sie verbreiteten Freude und gute Stimmung beim VdK-Karneval: Die Tanzgarde des Schützenvereins Meckbach. Fotos: Apel

Bad Hersfeld. Mit einem bunten Programm und dem Schlachtruf „VdK Helau“ ging beim Ortsverband Bad Hersfeld des Sozialverbandes am Samstag im Bürgerhaus Hohe Luft der alljährliche Fasching über die Bühne. Angesichts des einen oder anderen Handicaps vielleicht ein bisschen weniger ausgelassen als anderenorts, aber dennoch mit viel Humor.

Den hatte auch der achtzigjährige Helmut Gluth mitgebracht, der seit über drei Jahrzehnten VdK-Mitglied ist und der sich nicht scheute, mit seinem Rollator vorbeizuschauen. „Ich gehe jeden Mittwoch zum VdK-Stammtisch und auf den Fasching freue ich mich immer ganz besonders“, erklärte er, von Tochter und Schwiegersohn umsorgt.

Für Begeisterung bei ihm und den vielen anderen Besuchern sorgte die Tanzgarde des Schützenvereins Meckbach, die unter der Leitung von Katja Rössing gleich zwei große Auftritte hatte, einmal zu Hits von den „Bee Gees“ und einmal zu Vampir-Songs von DJ Bobo.

Geplagte Hausfrau

Als „arme, geplagte Hausfrau“ gab Hans Reissig aus Philippsthal seine Erfahrungen zum Besten. Nicht nur mit dem ungehobelten Ehemann hatte er Probleme („Bei dem hängt meistens das Gebiss unter der Nas!“), auch mit den Kindern und der im Haus lebenden Schwiegermutter („Die hört nicht mehr richtig und weiß trotzdem immer alles besser!“) kam er nicht zurecht. Sein Rat an die Geschlechtsgenossinnen: „Lasst euch nichts gefallen und schlagt immer zurück!“

Hans Pothmann aus Mansbach, der amtierende Vorsitzende des Ortsverbandes, glänzte als „Koch vom Stammtisch“, dem das ganze Jahr auf den Magen geschlagen war. Außerdem beklagte er sich, dass einen das Essen, das man mag, heutzutage angesichts der vielen Lebensmittelskandale schnell ins Grab bringen kann.

Mit alten und neuen Ohrwürmern sorgte das „Wam-Duo“ aus Bad Salzungen für „A Stückerl heile Welt“. Jeder Besucher hatte außerdem bei der Tombola noch gute Chancen, einen von 200 Preisen zu gewinnen – darunter allein 33 Präsentkörbe, die Kassiererin Ruth Deiseroth liebevoll bestückt hatte.

Von Wilfried Apel

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