Rotenburger Radiologen Flicker, Reh und Szabo planen ambulante Praxis in Bad Hersfeld

Röntgen rückt näher

Gute Nachricht: Auf einem Transparent wird die Eröffnung einer radiologischen Zweitpraxis an der Frankfurter Straße 27 in Bad Hersfeld verkündet. Foto: phi

Bad Hersfeld. Ambulante radiologische Untersuchungen sollen schon bald auch wieder in Bad Hersfeld möglich sein. Die Rotenburger Radiologen Drs. Flicker, Reh und Szabo planen möglichst noch im ersten Quartal 2012 eine Dependance im Medizinischen Versorgungszentrum in der Frankfurter Straße 27 an der Hochbrücke einzurichten. Dort verkündet jetzt ein Transparent die gute Nachricht für alle Patienten.

„Nach intensiven Gesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bin ich optimistisch, dass die Behandlung von 800 bis 900 zusätzlichen Patienten genehmigt wird“, sagt Dr. Johannes Flicker. Die endgültige Zusage stehe aber noch aus. Flicker führt seit geraumer Zeit einen „zermürbenden Kampf“. Seit mehreren Jahren können deshalb ambulante Patienten des Kreises nur noch in der Gemeinschaftspraxis der Radiologen in Rotenburg behandelt werden, die allerdings bereits jetzt pro Quartal rund 1000 Patienten mehr betreut, als von der KV bezahlt werden.

Flicker und seine Kollegen planen mit eigens angeschafften neuen Geräten dreimal pro Woche jeweils 40 bis 50 Patienten am neuen Standort zu behandeln. Der Mietvertrag sei bereits unterzeichnet. Die Ärzte gehen dafür ein großes finanzielles Risiko durch die Anschaffung der extrem teuren radiologischen Geräte ein.

„Der ideale Standort für unsere Hersfelder Dependance wäre allerdings am Klinikum gewesen“, erklärt Dr. Flicker und bedauert, dass darüber keine Einigung zu erzielen war.

Der Geschäftsführer des Klinikums, Martin Ködding, begrüßt die Verbesserung der Versorgung für ambulante Patienten durch die neue Praxis. Für das Klinikum erwarte er keine Nachteile, weil dort ohnehin nur radiologische Notfälle versorgt werden dürfen. Ködding betont, dass am Klinikum keine geeigneten Räume für eine radiologische Ambulanz vorhanden seien, weil „alles knirsch voll ist“. Die einzige, wenngleich sehr kostspielige Alternative wäre ein Anbau am Klinikum gewesen.

Auch die niedergelassenen Ärzte hatten seit langem eine ambulante Radiologie für Bad Hersfeld gefordert. Zum Tage

Von Kai A. Struthoff

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