Neue Lösung für Patienten im Hersfelder Elisabeth-Krankenhaus

Röntgen bald wieder in zwei Kliniken möglich

Hersfeld-Rotenburg. Ein neues Angebot sorgt für Entspannung in der Gesundheitsversorgung im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Ab dem kommenden Jahr können Patienten auch am Krankenhaus St. Elisabeth in Bad Hersfeld ambulant geröntgt werden.

Nach Auskunft von Verwaltungsleiter Peter Diel will die Klinik das neue Angebot gemeinsam mit der Großpraxis Drs. Flicker/Reh/Szabo in Rotenburg schaffen. Diese hat bisher die alleinige Kassenzulassung fürs ambulante Röntgen im Landkreis. Ein neues Röntgengerät sei bereits bestellt, die Räume werden ab Januar hergerichtet, sagte Diel auf Anfrage. In Kooperation mit der Rotenburger Großpraxis könne man für die Patienten in der Region eine wichtige Leistung anbieten.

Pro Quartal würden in Rotenburg über 5000 Patienten aus dem gesamten Kreis ambulant geröntgt oder mittels CT oder MRT untersucht, sagte Radiologe Dr. Johannes Flicker. Mit dem neuen Angebot in Bad Hersfeld würden die Wege für diejenigen kürzer, die etwa nach einem Sturz geröngt werden müssen.

Hinter den Kulissen ist in den vergangenen Monaten offenbar heftig gerungen worden. Eine Kooperation mit der Praxis Flicker/Reh/Szabo hatte auch das Klinikum Bad Hersfeld angestrebt, bestätigte Geschäftsführer Martin Ködding. Zunächst solle aber die seit Anfang Juni vakante Stelle des Chefarztes für Radiologie und Nuklearmedizin wieder besetzt werden. Ende Mai hatte Dr. Jens Froelich Bad Hersfeld verlassen. Der Vertrag mit dem Nachfolger steht laut Ködding kurz vor dem Abschluss. Er gehe davon aus, dass der neue Chefarzt Anfang Februar oder März anfangen könne.

Flicker bestätigte die Verhandlungen. Allerdings sind die Gespräche mit dem Klinikum aus seiner Sicht beendet. Eine echte Bereitschaft zur Kooperation habe er nach monatelangen Verhandlungen nicht erkennen können, sagte Flicker. ZUM TAGE, SEITE 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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