Die Band Thekenpoet tritt anderthalb Jahre nach Gründung deutschlandweit auf

Rockig und vierstimmig

Im Studio: (von links) Christopher Nuhn, Fabian Kosemund, Amel Hadzipasic und Denis Hadzipasic von der Bad Thekenpoet feilen im Tonstudio in Ausbach an einer CD. Foto: Eisenberg

Ausbach/Bad Hersfeld. „Turbulent“ lautet die Beschreibung, die Christopher Nuhn, Fabian Kosemund, Amel und Denis Hadzipasic spontan einfällt, als sie über die zurückliegenden Monate berichten.

Im Emergenza-Wettbewerb für Nachwuchsbands haben es die Musiker der Band Thekenpoet unter die drei besten deutschen Teilnehmer geschafft und im internationalen Finale Rang 13 belegt.

„Dabei standen wir in direkter Konkurrenz zu Profi-Musikern“, berichtet Frontmann Amel Hadzipasic. Die Thekenpoet-Mitglieder hingegen studieren – Wirtschaft mit unterschiedlichen Schwerpunkten – in Kassel, Würzburg, Bayreuth und Köln. Für gemeinsame Proben, aber auch, um sich um Werbung, Organisation oder Fanartikel zu kümmern, bleiben außerhalb der Semesterferien die Wochenenden. Und die können mitunter folgendermaßen aussehen: Probe am Donnerstag, freitags ein Auftritt in Hamburg und samstags einer in Frankfurt. „Wir kennen die Deutschlandkarte fast auswendig“, scherzt Amel Hadzipasic. „Wettbewerbe wie Emergenza sind für uns die Möglichkeit, auf großen Bühnen aufzutreten, auf die man sonst nicht so schnell kommt“, ergänzt sein Cousin Denis.

Gitarrist und Frontmann Amel Hadzipasic aus Niederjossa und Schlagzeuger Fabian Kosemund aus Bad Hersfeld, beide 24 Jahre alt, haben schon gemeinsam in der Band der Gesamtschule Niederaula musiziert. Durch andere Bandprojekte kamen sie mit dem 22-jährigen Christopher Nuhn aus Bad Hersfeld in Kontakt. Seit 2013 spielen die Musiker in der aktuellen Konstellation mit dem 23-jährigen Denis Hadzipasic aus Ausbach, der dafür eigens von der Gitarre zum E-Bass wechselte.

Vierstimmiger Gesang

Die „Theke“ im Bandnamen stehe für die rockige Musik, wie sie in Bars und Kneipen gespielt wird, „Poet“ symbolisiere die deutschen Texte, die – vierstimmig gesungen – das Markenzeichen der Band sind, erklären die Musiker. Geschrieben werden die Songs gemeinsam. „Einer hat eine Idee, und die anderen bringen ihre Anregungen ein“, berichtet Amel Hadzipasic. Für den letzten Schliff sorgt dann Dzemo Novakovic, der Mentor, Produzent und Tontechniker ist. In dessen Tonstudio in Ausbach steht die Band beim Interviewtermin gerade für Aufnahmen. Entstehen soll eine EP, also eine CD mit zwei bis drei Titeln. Ein Album soll im kommenden Jahr folgen; außerdem ein Musikvideo.

Natürlich wollen die Musiker weiterhin auf der Bühne stehen und Kurs nehmen auf Festivals wie das Eschweger Open Flair, die in ihrer Heimat leider dünn gesät seien. Soll die Passion der irgendwann auch zum Beruf werden? „Wir halten uns mit dem Studium noch eine Alternative offen“, meint Christopher Nuhn. „Aber wenn es mit der Musik weiter gut läuft – warum nicht?“

www.facebook.com/wirsindthekenpoet

Von Jan-Christoph Eisenberg

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